Stoffel Vandoorne.Stoffel Vandoorne.

München/Rom - Zunächst fehlte ein Wimpernschlag, am Ende gab es doch ein Happy End: Pascal Wehrlein hat den zweiten Podestplatz seiner Karriere geholt. Der Deutsche wurde beim vierten Saisonrennen der Formel E in Rom Dritter, den Sieg holte der frühere Formel-1-Fahrer Stoffel Vandoorne im Mercedes. Ebenfalls auf das Podium fuhr Alexander Sims (Mahindra), der Zweiter wurde.

Norman Nato (Venturi), der Wehrlein auf der Strecke hinter sich halten konnte, ging am Ende die Energie aus, er wurde wegen des Überschreitens der maximalen Leistung strafversetzt, was Wehrlein das Podium einbrachte. 

Maximilian Günther fuhr nach Platz neun am Samstag auch am Sonntag in die Punkte, er wurde hinter Edoardo Mortara (Venturi) in seinem BMW Fünfter.  

Die Gesamtwertung wurde munter duchgemischt. Sam Bird (Jaguar), der in der letzten Runde in einen Crash verwickelt war, bleibt mit 43 Punkten vorne. Zweiter ist jetzt sein Teamkollege Mitch Evans (39), der Siebter wurde. Robin Frijns (Virgin) ging ebenfalls leer aus und ist mit 34 Zählern weiterhin Dritter vor Vandoorne (33), dessen Mercedes-Teamkollegen Nyck de Vries (32) und Wehrlein (32).

Bitterer Tag für Lotterer und Rast

Bei den beiden anderen Deutschen war es ein Tag zum Vergessen: Im Qualifying wurde Andre Lotterers Zeit gestrichen, weil er bei seinem Porsche das Leistungsmaximum überschritt. Für das Rennen bekam er dann eine Stop-&-Go-Strafe von zehn Sekunden aufgebrummt, weil Teile an seinem Auto zu spät ausgetauscht wurden. Am Ende stand Platz 15.

Auch bei Rene Rast lief es nicht besser: Nach einem erneut schwierigen Qualifying und Startplatz 19 war der DTM-Champion einmal mehr bei seiner Aufholjagd auf dem Weg in die Punkte, ehe er zehn Minuten vor dem Ende nach einem Fahrfehler mit dem Audi crashte und ausschied.

Cassidy crasht

Der Start erfolgte wie am Samstag hinter dem Safety Car, auch wenn die Strecke nach den Regenfällen am Morgen schon wieder fast komplett abgetrocknet war. Trotzdem verlor Polesetter Cassidy früh die Führung, als er nach wenigen Kurven das Auto verlor und sich drehte. 

Kurz danach übernahm Wehrlein die Führung von Nato, Vandoorne und Günther lagen dahinter. Bitter: Kurze Zeit später wurde Cassidy von Rowland in die Bande gedrückt, das Rennen war für ihn gelaufen.

Eine halbe Stunde vor dem Ende war das Rennen für di Grassi nach einer Kollision mit Buemi beendet, der Audi crashte nach einer Berührung in die Streckenbegrenzung. Die Rennleitung rief deshalb eine Full-Course-Yellow-Phase aus. Zu dem Zeitpunkt hatte Vandoorne Werhrlein überholt, der beim Restart schlief und Platz zwei an Sims verlor. Dahinter lagen Günther, Nato und Mortara.

An der Spitze tat sich in der Folge nicht viel: Vandoorne kontrollierte das Rennen, fuhr einen Vorsprung von fünf Sekunden heraus und ging nach der letzten Attack-Mode-Aktivierung als Führender in die Schlussviertelstunde. Wehrlein lag hinter Sims weiter auf Platz drei, Günther war Sechster hinter Nato und Mortara.

Der Crash von Rast brachte das Safety Car auf die Strecke und noch einmal Spannung. Doch Vandoorne fuhr den Sieg souverän nach Hause, Wehrlein kam an Nato zumindest auf der Strecke nicht mehr vorbei.

Zwei Wochen Pause

Die Formel E legt eine kurze Pause ein, der Tross zieht weiter nach Valencia. Dort steht am 24. und 25. April erneut ein Double-Header an, also die Saisonrennen fünf und sechs. Trainings, Qualifyings und Rennen werden wie gewohnt in SAT.1 und im kostenlosen Livestream auf ran.de übertragen.

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