Bei den Formel-E-Rennen in London wird die Energiemenge reduziert - Bildquelle: Motorsport ImagesBei den Formel-E-Rennen in London wird die Energiemenge reduziert © Motorsport Images

München - Nach Kritik von Fahrern und Teamvertretern am Layout des Kurses für die Formel-E-Rennen in London (am 24. und 25. Juli live in SAT.1 und auf ran.de) hat der Automobil-Weltverband FIA reagiert und mehrere Änderungen für den E-Prix in der britischen Hauptstadt beschlossen.

So wird zum einen der Streckenverlauf in den Sektoren zwei und drei angepasst, um engere Kurven und härtere Bremszonen zu erzeugen.

Ein Teil der Strecke wird nun durch eine Halle am ExCeL Centre in den Docklands führen.

Zum anderen wird die im Rennen verfügbare Energiemenge von den üblichen 52 auf 48 Kilowattstunden reduziert.

Vollgas-Sprint ohne Lift-and-Coast hätte gedroht

Simulationen der Teams hatten ergeben, dass auf dem zunächst geplanten Layout im Rennen kaum Energie eigespart werden muss und die Fahrer fast das komplette Rennen mit voller Leistung hätten fahren können. Dieser Einschätzung schloss sich die FIA an.

In einer Mitteilung des Verbands, welche die englischsprachige Ausgabe von 'Motorsport.com' einsehen konnte heißt es: "Nach der vorläufigen Analyse der Londoner Strecke und des Energieverbrauchs wurde festgestellt, dass die Notwendigkeit zum Lift-off mit einer Kapazität von 52 Kilowattstunden nicht signifikant genug sein würde."

"Da das Management des Energieverbrauchs für die Formel E von zentraler Bedeutung ist und um 'Flat-Out-Rennen' zu vermeiden, wurde beschlossen, die Gesamtmenge der verfügbaren Energie für die Rennen von London auf 48 Kilowattstunden zu reduzieren", heißt es weiter.

Durch die geringere Energiemenge und die engeren Kurven sollen die Fahrer nun gezwungen werden, wie sonst üblich bei den Rennen der Formel E rund 30 bis 35 Prozent der Energie zu rekuperieren. Dies wäre auf dem ursprünglich geplanten Layout nicht notwendig gewesen, stattdessen hätten die Fahrer fast das komplette Rennen über ohne das sogenannte Lift-and-coast fahren können.

"Dafür sind die Autos aber nicht gemacht", hatte Mercedes-Pilot Stoffel Vandoorne im Vorfeld gegenüber der englischsprachigen Ausgabe von 'Motorsport.com' gemahnt. "Die Bremsen könnten überhitzen, und es wird kein gutes Racing geben, wenn wir nichts sparen müssen."

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