James Rossiter wird neuer Teamchef bei Maserati - Bildquelle: Motorsport ImagesJames Rossiter wird neuer Teamchef bei Maserati © Motorsport Images

Maserati wird beim Debüt in der Formel E mit einem neuen Teamchef aufwarten - und es wird wieder ein ehemaliger Rennfahrer. James Rossiter übernimmt den Posten von Jerome D'Ambrosio im bisherigen Venturi-Team. Maserati steigt für 2023 neu in die Formel E ein.

Es ist nicht die erste funktionale Rolle, die der 39-Jährige in der Formel E einnimmt. Bislang war Rossiter Sportchef bei DS Techeetah. Damit handelt es sich um einen konzerninternen Wechsel, denn Maserati gehört wie die Citroen-Tochter DS zu Stellantis, dem Zusammenschluss von PSA und Fiat-Chrysler.

Allerdings wird er seine aktive Karriere beenden. Derzeit ist er aktiver Fahrer Teil des Hypercar-Programms von Peugeot, für das er ursprünglich als Ersatzfahrer verkündet worden war. Weil Kevin Magnussen zum Jahresbeginn kurzfristig in die Formel 1 gewechselt ist, sprang er ein und fuhr die Rennen in Monza und Fuji.

Damit wird künftig Schluss sein. Rossiter erklärt ausgewählten Medien, darunter unterem Schwesterportal 'Autosport': "Ich werde meine Karriere als aktiver Fahrer beenden, damit ich all meine Energie in dieses Projekt stecken kann. Ich denke, das ist der richtige Weg."

"Peugeot und Stellantis haben mich unterstützt, diese neue Rolle wahrzunehmen. Ich werde für Peugeot nicht weiterfahren." In der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) steht noch ein Rennen in Bahrain am 12. November auf dem Programm. Da der Vortest in der Formel E erst im Dezember stattfindet, sollte er das WEC-Finale noch wahrnehmen können.

Einst hatte er als Testfahrer bei Super Aguri und Honda einen Fuß in der Formel-1-Tür, doch es ging sich nie aus. Er ging nach Japan und holte mehrere Siege in der Super GT und ein Podium in der Super Formula. Hinzu kamen sporadische WEC-Starts, meist für das Team von Colin Kolles.

Drei Jahre auf den Schritt hingearbeitet

Seine Rolle bei DS Techeetah ist für den Briten eine wichtige Vorbereitung gewesen: "Diese drei Jahre haben mich perfekt auf diesen Schritt vorbereitet. Es war ein schöner Prozess, den Schritt vom Rennfahrer über die Arbeit mit dem Teammanagement bis zur Arbeit mit dem sportlichen Arm des Teams an der Strecke zu gehen."

"Es hat mir wichtige Einblicke geliefert, was es braucht, um ein Team zu führen. So konnte ich über drei Jahre hinweg die nötigen Skills entwickeln, die ich für diese Aufgabe gebraucht habe. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar."

Ebenfalls geholfen haben dürften seine Kontakte zur Monaco Sports Group (MCG), die hinter dem Venturi-Team steckt: "Es gibt eine Verbindung, die auf das Ende von Saison 3 (2016/17) zurückgeht. Damals war ich bei Venturi im Gespräch und habe für sie getestet." Venturi entschied sich für 2017/18 für Edoardo Mortara als Fahrer.

Rossiters Kontakt zu den Teilhabern Scott Swid and Jose Maria Aznar ist nie abgebrochen. Dass ihr Team nun die Einsätze für eine Stellantis-Tochter vornimmt, machte die Wahl umso logischer. "Es hat sich abgezeichnet und für meine Karriere ist das immer ein Ziel gewesen", so der neue Teamchef. Die Fahrer für Maserati MCG Racing stehen derzeit noch nicht fest.