Sacha Fenestraz (Nissan) ist am Samstang im Qualifying zum E-Prix von Kapstadt (um 14:30 Uhr live auf ProSieben und im Stream) überraschend auf die Poleposition gefahren.

Der 23-jährige Franzose mit argentinischen Wurzeln schlug im Finale des Qualifyings Maximilian Günther (Maserati) und wird damit bei seinem erst sechsten Formel-E-Einsatz vom besten Startplatz aus ins Rennen gehen.

Auf dem Weg zur Pole setzte sich Fenestraz im Viertelfinale gegen Jean-Eric Vergne (DS-Penske) und im Halbfinale gegen Nick Cassidy (Envision) durch. Günther hatte in den K.o.-Duellen Landsmann Rene Rast (McLaren) und Mitch Evans (Jaguar) geschlagen.

WM-Primus Pascal Wehrlein (Porsche), der sich im ersten Viertelfinale Cassidy geschlagen geben musste, wir das Rennen von Startplatz sechs in Angriff nehmen. Rene Rast (McLaren) schied in einem rein deutschen Viertelfinalduell gegen Günther aus und wird aufgrund einer Strafversetzung von drei Plätzen aus dem Mittelfeld starten. Andretti-Pilot Andre Lotterer startet als Neunter der Gruppe A aus dem Hinterfeld.

Probleme mit dem Fahrwerk: Mahindra zieht alle Autos zurück

Ein Debakel erlebte Mahindra in Kapstadt. Wegen eines sicherheitsrelevanten technischen Problems an der Hinterradaufhängung konnten die Fahrzeuge mit dem Antrieb des indischen Herstellers nicht am Qualifying teilnehmen und werden auch nicht im Rennen starten.

Betroffen waren neben den beiden Werksfahrern Lucas di Grassi und Oliver Rowland auch das deutsche Kundenteam Abt mit Geburtstagskind Nico Müller und Lokalmatador Kelvin van der Linde.

"Wir haben heute früh im zweiten Freien Training technische Probleme mit dem hinteren Fahrwerk gehabt, dass die Querlenker gebrochen oder stark verbogen worden sind", erklärt Abt-Teamchef Thomas Biermaier bei ran. "Da ist die Gefahr zu groß im Qualifying oder Rennen die Gesundheit der Fahrer aufs Spiel zu setzen."

Eine kurzfristige Lösung des Problems sei nicht möglich gewesen. "Man muss zuerst einmal verstehen, was das Problem ist. Da ist Mahindra jetzt dran, das zu analysieren. Das wird nicht Minuten dauern, nicht Stunden dauern, sondern Tage", so Biermaier weiter. "Wir sind alle enttäuscht. Das Ganze ist nicht zu akzeptieren, das ist auch klar. Aber wir müssen es akzeptieren, leider."

Heftiger Unfall von Mortara und Bird

Ein Fragezeichen steht auch hinter den Rennstarts von Edoardo Mortara (Maserati) und Sam Bird (Jaguar), die in der Gruppe B schwer verunfallten.

Zunächst verlor Mortara beim Anbremsen die Kontrolle über sein Auto und schlug heftig in die Mauer ein. Anschließend konnte Bird dem auf der Strecke stehenden Maserati nicht mehr ausweichen, schlug zunächst in die Mauer ein und kollidierte dann mit Mortaras Fahrzeug.