Nyck de Vries triumphierte in einem denkwürdigen Rennen. - Bildquelle: Motorsport ImagesNyck de Vries triumphierte in einem denkwürdigen Rennen. © Motorsport Images

Valencia - Die Mercedes-Piloten Nyck de Vries und Stoffel Vandoorne sind der Überzeugung, dass eine Fehlkalkulation von Antonio Felix da Costa und seinem Team DS-Techeetah zu den absurden Szenen am Ende des Samstagsrennens der Formel E in Valencia geführt haben.

Nach Einschätzung des Rennsiegers und seines drittplatzierten Teamkollegen habe der über weite Strecken des Rennens führende Felix da Costa beim Re-start nach der letzten Safety-Car-Phase nicht genügend verzögert, sei zu früh über die Start-Ziel-Linie gefahren und habe somit das Rennen um eine Runde verlängert.

Vandoorne behält Platz drei trotz 10-Sekunden-Strafe

Das habe letztlich dazu geführt, dass in der Schlussrunde gut der Hälfte aller Fahrer die Energie ausging und das Rennergebnis dementsprechend auf den Kopf gestellt wurde. "Ich denke, es war ein bisschen verwirrend, aber gleichzeitig war es relativ klar, dass, wenn man die Linie überquert und es nicht die letzte Runde ist, noch zwei Runden zu fahren sind", sagt de Vries.

"Und wenn man nur noch eine Runde [Energie] im Auto hatte, dann bringt einen das nicht ins Ziel", so der Niederländer, der mit seinem zweiten Saisonsieg die Führung in der Meisterschaft übernahm.

Vandoorne, der nach einem für ihn ohnehin schon chaotischen Renntag als Dritter gewertet wurde und diesen Platz auch trotz einer nachträglichen 10-Sekunden-Strafe wegen fehlender Aktivierung des zweiten Attack-Mode behielt, glaubt auch, dass sich Felix da Costa und sein Team verschätzt haben.

"Ich glaube, Antonio hat nicht genug gebremst, um nur eine Runde zu schaffen", sagt er. "Ich weiß nicht, ob es ein Gespräch mit seinem Ingenieur gab, oder ob die Zeit einfach zu viel war, um langsamer zu werden, aber es gab ein kleines Fenster, in dem das passieren konnte und das ist heute offensichtlich passiert."

De Vries: "Kein Fehler der Meisterschaft"

Trotz der kuriosen Bilder mit langsam rollenden Autos, die für ran.de-Experte Daniel Abt kein gutes Bild abgaben, könne man der Rennleitung oder der Serienorganisation aber keinen Vorwurf machen, findet de Vries.

"Ich denke, es gibt andere Dinge in der Meisterschaft, die man vielleicht mal überdenken könnte", sagt er. "Das mag albern aussehen, aber es war auch einfach gut gespielt von unseren Teams und andere haben irgendwie ein paar Informationen verpasst. Meiner Meinung nach nicht unbedingt ein Fehler in der Meisterschaft."

"Ich habe den Fernseher nicht gesehen, aber um ehrlich zu sein, sah es wahrscheinlich ein bisschen dumm aus", gibt Vandoorne zu. "Das Rennen so zu beenden, ist irgendwie nicht die Art, wie man es beenden möchte."

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