Oliver Rowland erlebte einen gebrauchten Tag in Jakarta. - Bildquelle: Robertus Pudyanto / Getty ImagesOliver Rowland erlebte einen gebrauchten Tag in Jakarta. © Robertus Pudyanto / Getty Images

München - Nach seinem Punkteerfolg beim Berlin E-Prix wollte Mahindra-Fahrer Oliver Rowland in Jakarta eigentlich nachlegen. Der Start ins Wochenende gelang ihm mit der schnellsten Rundenzeit im 1. Freien Training gut, spätestens nach der Qualifikation dürfte Rowlands Optimismus jedoch verflogen gewesen sein. Der Brite schaffte es nur auf Startposition 12.

Im Getümmel der ersten Rennrunden kämpfte Rowland mit mehreren Konkurrenten, ehe sein persönlicher E-Prix hinter der Streckenbegrenzung von Kurve 2 jäh endete. Kurz zuvor hatte sich das linke Vorderrad vom Mahindra-Renner gelöst und war gegen die Streckenbarriere geschlagen. Mit den drei verbliebenen Reifen steuerte Rowland in den Notausgang, zur Bergung des Reifens musste dennoch das Safety-Car auf die Strecke.

"Ich bin enttäuscht - das dürfte klar sein", kommentierte Rowland seinen Ausfall: "Wir hatten heute die Möglichkeit für eine Aufholjagd, haben die Chance aber nicht genutzt. Das war eine ganz schön weite Reise, um nur ein paar Runden zu fahren."

Gelöste Radmutter als Ausfallgrund?

Die Ursache des Ausfalls ließ das Team am Samstagnachmittag zunächst offen. Da im TV-Bild jedoch - abgesehen vom fehlenden Reifen - keine Schäden am Fahrzeug erkennbar waren, gilt ein Fremdkontakt als ausgesprochen unwahrscheinlich. Denkbar ist vielmehr, dass eine gelöste Radmutter Auslöser des "DNF"-Resultats war.

Wenig besser lief es für das zweite Auto des Mahindra-Teams. Alexander Sims beendete keine Session des Renntages auf einem besseren Rang als Platz 14 - einmal abgesehen von Platz 10 im Gruppen-Qualifying, in dem ohnehin nur elf Autos starten.

Den E-Prix nahm Sims von Position 20 auf und arbeitete sich im Rennverlauf einige Positionen nach vorn, erreichte als 15. jedoch auch in Indonesien nicht die Punkteränge.

Sims optimistisch: "Hilfreiche Daten für Marrakesch gesammelt"

"Unsere Performance wurde vom Qualifying-Ergebnis diktiert. Wir sind einfach zu weit hinten gestartet, um im Rennen große Fortschritte zu machen", monierte Sims: "Das Team hat allerdings einen guten Job dabei gemacht, die Temperaturen der Reifen und der Batterie zu managen. Trotz fehlender Punkte war es gut, heute thermale Daten gesammelt zu haben, die uns beim nächsten Hitzerennen in Marrakesch helfen können."

Der E-Prix in Marokko ist für den 2. Juli angesetzt und ersetzt in diesem Jahr ein Rennen in Vancouver. Der Lauf in Kanada, ursprünglich für denselben Tag geplant, musste aufgrund organisatorischer Probleme abgesagt und auf 2023 verlegt werden.

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