- Bildquelle: FIA Formula E © FIA Formula E

Marrakesch - Pascal Wehrlein verlor in der Anfangsphase des Formel-E-Rennens in Marrakesch zahlreiche Positionen - ohne ersichtlichen Grund. Trotz guter Startposition reichte es am Ende nur zu Platz 12 für den Deutschen. Nach dem Rennen erklärte Porsche, warum Wehrlein dermaßen langsam war.

Bereits am Start verlor der Deutsche eine Position an Jake Dennis, bevor er Runde um Runde weiter an Boden verlor. Was anfangs noch wie eine sehr konservative Strategie aussah, deutete nach einigen Runden auf ein technisches Problem hin. Die Konkurrenten schossen nur so an Wehrlein vorbei. Nach neun Runden lag er bereits außerhalb der Punkteränge.

Zwischenzeitlich lag Wehrlein sogar nur auf dem 18. Platz. In den letzten Runden nutzte er das Energiepolster, das er sich aufgebaut hatte, und schob sich wieder an einigen Gegnern vorbei. Im Ziel reichte es aber nur zu Platz 12.

"Der Tag begann gut mit meinem vierten Platz im Qualifying", so Wehrlein nach dem Lauf in Marrakesch. "Im Rennen verlor ich gleich nach dem Start Leistung und viele Plätze. Nach dem guten Qualifying hatten wir uns natürlich mehr erhofft. Schade, dass wir es mal wieder nicht ganz nach vorne geschafft haben."

Batterietemperatur-Modell neu gestartet

Florian Modlinger, Gesamtprojektleiter Formel E bei Porsche, erklärt die Ursache für die fehlende Pace bei Wehrlein: "Am Rennstart kam er schlecht weg, weil ihm am Start und in der ersten Runde signifikant Leistung fehlte. Die Ursache dafür war, dass sein Auto am Start länger ausgeschaltet war als normalerweise üblich. Dadurch wurde das Batterietemperaturmodell reinitialisiert."

"Das führte dazu, dass er in der ersten Runde nicht die volle Power zur Verfügung hatte", so Modlinger weiter. "Die Vorausberechnung der Batterietemperatur für das Rennende stimmte ebenfalls nicht mehr und lag viel zu hoch. Wir mussten verschiedene Gegenmaßnahmen ergreifen, um den Wert zu senken. Das führte dazu, dass wir nicht die nötige Pace hatten."

Gute Leistung im Qualifying

Im Qualifying war es noch gut gelaufen: Wehrlein konnte in Gruppe B das Potenzial seines Fahrzeugs zeigen und schloss die Gruppenphase auf dem dritten Platz ab. Im Halbfinale traf Wehrlein schließlich auf Edo Mortara. Die beiden duellierten sich über große Teile der Runde auf Augenhöhe, bevor Mortara mit einem deutlich schnelleren Schlusssektor den Shoot-out für sich entschied.

Die nächste Chance auf ein gutes Ergebnis bietet sich Wehrlein beim New York City E-Prix in weniger als zwei Wochen. Im "Big Apple" findet am 16. und 17. Juli ein "Double-Header" statt. Porsche reist mit 116 Punkten auf dem fünften Platz liegend nach New York City. Jaguar auf Platz 4 rangiert jedoch bereits 39 Punkte vor den Zuffenhausenern.

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