Schrecksekunde für Edoardo Mortara. - Bildquelle: 2020 Getty ImagesSchrecksekunde für Edoardo Mortara. © 2020 Getty Images

München/Riad - Das dritte Freie Training im Rahmen des Auftakt-Wochenendes der Formel E in Saudi-Arabien war im Grunde vorüber, als es plötzlich knallte: Edoardo Mortara war bei seinen Startübungen auf der Zielgeraden mit seinem Venturi mit vollem Tempo frontal in einen Reifenstapel gerauscht.

Die gute Nachricht vorab: Der frühere DTM-Pilot ist bei Bewusstsein, ansprechbar und kann seine Beine bewegen, hat aber starke Rückenschmerzen.

Am Samstag Zweiter

Deshalb wurde Mortara, der beim ersten Rennen am Samstag hinter Sieger Nyck de Vries (Mercedes) Zweiter geworden war, für einen Check ins Krankenhaus gebracht.

"Ein großes Dankeschön an die Marshals und das medizinische Personal, die ihn schnell und sicher aus dem Auto geholt haben", twitterte Mortaras Rennstall Venturi.

ran racing-Experte Daniel Abt erinnerte sich im Rahmen der Übertragung sofort an seinen Unfall in Mexiko aus dem vergangenen Jahr. Er hatte 180 km/h drauf, als er mit seinem Auto in die Streckenbegrenzung krachte. Er hatte damals zwar gebremst, das Auto hatte darauf aber nicht reagiert. Abt vermutet bei Mortara deshalb ein ähnliches technisches Problem. 

"Ein absoluter Horrorunfall. Er ist Passagier und kann nichts machen. Er bremst noch, aber das bringt nichts mehr. Man kann sich nur noch auf den Einschlag vorbereiten, und der ist hart", sagte Abt.

"Wir warten jetzt auf die Rückmeldung, dass alles okay ist", sagte Teamchefin Susie Wolff, die noch nichts über die genauen Gründe des Unfalls weiß. 

Qualifying ohne Mercedes und Venturi

"Das sieht aus nach einem Problem mit einem Sensor beim Bremssystem aus", sagte sie und verriet, dass Mortara wohl 140 km/h drauf hatte, als er einschlug. Sie verriet auch: Sollte Mortara grünes Licht von den Ärzten erhalten und selbst fahren wollen, kann er am Abend im Rennen (ab 17 Uhr live in SAT.1 und auf ran.de) an den Start gehen.

Aber: Der Automobil-Weltverband FIA griff durch und verbot sowohl Mercedes als auch dem Kundenteam Venturi wegen des Crashs die Teilnahme am Qualifying. "Wir müssen sicherstellen, dass wir alle Systeme unter Kontrolle haben. Dafür benötigen wir Zeit. Das haben wir vor dem Qualifying nicht mehr geschaffft. Das müssen wir jetzt machen, um am Rennen teilnehmen zu können", sagte Mercedes-Teamchef Ian James.

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