Monte Carlo - Premiere mehr als gelungen: So lautete am Samstag nach dem ersten Rennen der Formel E auf dem kompletten Stadtkurs von Monaco das einhellige Fazit im Fahrerlager.

"Im Großen und Ganzen hat das Formel-E-Rennen hier gezeigt, dass die Show, die wir auf einer Strecke wie Monaco bieten, mit nichts vergleichbar ist", sagt Audi-Pilot Lucas di Grassi der englischsprachigen Ausgabe von 'Motorsport.com'.

Und auch der drittplatzierte Jaguar-Pilot Mitch Evans meint: "Das Rennen auf dem langen Layout hat gezeigt, dass wir auf dieser Strecke eine Show liefern können, während andere Serien nur selten gute Rennen zeigen. Ich bin froh, dass es so gelaufen ist, das wirft ein positives Licht auf die Meisterschaft."

Formel E nicht mit der Formel 1 vergleichbar

Während die Rennen der Formel 1 beim Grand Prix von Monaco oft einer Prozession gleichen, bot die Formel E am Samstag reichlich Spektakel: Überholmanöver im gesamten Feld, sechs Führungswechsel zwischen drei Fahrern und die Entscheidung um den Sieg erst eine halbe Runde vor dem Ende.

"Was die Kämpfe und Überholmanöver betritt, kann man dieses Rennen nicht mit der Formel 1 vergleichen", sagt di Grassi. "In der Formel 1 geht es mehr um Präzision. Die Autos sind unglaublich schnell und viel schwieriger zu fahren." Der Preis dafür seien aber oft Rennen ohne großen Spannungsbogen - einen Vorwurf, dem man dem Monaco-E-Prix am Samstag nicht machen konnte.

"Die Show und die Überholmanöver, die man in der Formel E gesehen hat, zeigen, dass sie für solch eine Strecke gemacht ist. Das Rennen war sehr spektakulär, die Leute haben es geliebt", ist sich di Grassi sicher.

Aus Sicht von Evans hat sich auch das Risiko gelohnt, erstmals auf einer Strecke zu fahren, die auch von der Formel 1 genutzt wird. "Bisher konnten wir die Formel E nicht mit der Formel 1 oder anderen Rennserien vergleichen, denn wir sind immer auf speziellen Formel-E-Strecken gefahren", sagt er.

Di Grassis Hoffnung: Monaco-Rennen in jeder Saison

"Ich glaube jeder wollte die Rundenzeiten vergleichen, wobei wir wussten, dass wir weit von den Formel-1-Zeiten entfernt sind", so der Jaguar-Pilot. Konkret war die Formel E in Monaco gut 20 Sekunden langsamer als die Formel E. Was bei einer maximalen Leistung von 340 PS im Vergleich zu den gut 1.000 PS Gesamtleistung der Hybrid-Antriebe der Formel 1 nicht verwunderlich ist. "Aber im Gegenzug bekommt man unglaubliches Racing", findet Evans.

Und dieses Racing wünscht sich di Grassi künftig in jeder Formel-E-Saison, nachdem die Elektrorennserie in der Vergangenheit im Wechsel mit dem historischen Grand Prix nur alle zwei Jahre im Fürstentum gastierte.

"Ich hoffe der Fürst, der Automobil-Club von Monaco und die Formel E lassen uns jedes Jahr hier fahren, denn es war einfach toll", so der Brasilianer. "Wenn die Pandemie im nächsten Jahr besiegt oder etwas mehr unter Kontrolle ist, wird es mit mehr Zuschauern noch besser."

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