Diriyah - In den Nachwuchs-Formelserien machte Daniel Ticktum neben seinem unbestrittenen fahrerischen Talent immer wieder durch Eskapaden auf und neben der Rennstrecke sowie durch seine aggressive Fahrweise Schlagzeilen. Und auch beim ersten Rennen nach seinem Wechsel in die Formel E (das zweite Rennen inm Diriyah ab 17:30 Uhr live auf ProSieben und ran.de) war der Brite in einen Zwischenfall verwickelt, der bei einem prominenten Rivalen für Unmut sorgte.

Kurz nach dem Start des erste Rennens in Riad geriet der frühere Meister Antonio Felix da Costa mit zwei neuen Gegnern aneinander und hatte anschließend über das Verhalten der beiden eine eindeutige Meinung. "Ich hatte etwas Pech, denn ich geriet zwischen zwei Rookies zwischen Ticktum [Oliver] Askew", sagt Felix da Costa.

"Einer von ihnen war übermäßig vorsichtig, was meiner Meinung nach die richtige Herangehensweise war, und das war Oliver, der ein gutes Rennen fuhr", so der Portugiese. "Und Dan, er kam einfach, obwohl kein Platz da war. Er hätte nicht dort sein sollen und war übermäßig aggressiv und ja, er hat mein Rennen beendet", so Felix da Costa über Ticktum.

Ticktum freilich sieht die Schuldfrage bei der Kollision etwas anders, nach der Felix da Costa sein Auto mit gebrochener Vorderradaufhängung an der Box abstellen musste. "Ich war in Kurve 1 auf der Innenseite ", sagt Ticktum der englischsprachigen Ausgabe von 'Motorsport.com'.

Ticktum selbst zieht positives Fazit

"Das war natürlich sehr unglücklich. [Antonio] ist ein Fahrer, den ich sehr respektiere, aber ich wusste nicht, dass es auf der Außenseite noch ein drittes Auto gibt, ich war einfach auf der Innenseite. Und es ist ja nicht so, dass ich in Kurve 1 hineingestochen wäre. Ich habe versucht, mich auf einen sauberen Start zu konzentrieren - das ist mir nicht gelungen", sagt der Brite.

Doch wieso begegneten sich Felix da Costa und Ticktum überhaupt in Kurve 1, nachdem sie beim Start vier Positionen voneinander getrennt waren? "Sobald ich losfuhr, schaltete sich mein Auto ab - eine Art Softwareproblem - und kam dann wieder in Gang", berichtet Felix da Costa.

Trotz der Startkollision und einem harten Zweikampf gegen Askew, bei dem er viel Energie verbrauchte, zieht Ticktum nach Rang 18 in seinem ersten Formel-E-Rennen für NIO ein positives Fazit. "Ich war schneller als mein Teamkollege [Oliver Turvey] und [Antonio] Giovinazzi, und ich denke, wenn ich am Start nicht behindert worden wäre, hätte ich vielleicht unter den ersten 15 sein können", sagt er.

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