Abtrieb: Auch Anpressdruck genannt. Die Kraft, mit der die Autos auf die Strecke gedrückt werden. Diese Kraft wird vor allem durch die Aerodynamik, also aerodynamische Teile wie Flügel oder Aufhängungsteile erzeugt. Je mehr Abtrieb ein Auto hat, desto besser liegt es auf der Strecke.

Acee: Eines der beiden Maskottchen der Formel E. Er wandert an der Seite von Dcee gern an den Rennstrecken entlang und bespaßt die Zuschauer.

Aerodynamik: Damit wird die Luftleitung um das Auto herum beschrieben, dadurch soll das Fahrverhalten positiv beeinflusst werden.In der Formel E ist eine Eigenentwicklung im Bereich der Aerodynamik mit Blick auf die Kosten strikt verboten. Die Teams können lediglich die Winkel der einheitlichen Frontflügel- und "X-Wing-Flaps" verändern, um das Fahrzeug auf viel (Qualifying) oder wenig (Rennen) Abtrieb einzustellen. Den größten Einfluss auf die Aerodynamik nimmt der große Diffusor am unteren Heck, der einen Unterdruck generiert und das Auto gewissermaßen an die Strecke saugt.

Antrieb: Elektrische Antriebstechnik, wie sie in der Formel E zum Einsatz kommt, wandelt elektrische Energie aus dem Stromnetz oder aus einer Batterie gezielt in mechanische Energie um und überträgt die resultierende Kraft in eine Bewegung. Formel-E-Autos haben einen Heckantrieb.

Antriebsstrang: Der Antriebsstrang - bestehend aus Motor, Getriebe und Inverter - ist neben der Hinterradaufhängung der bislang einzige Bereich des Fahrzeugs, an dem die Hersteller der Formel E frei entwickeln dürfen. Während die Batterie nur Gleichstrom ausgeben kann, benötigen die meist dreiphasigen Drehstrom-Elektromotoren einen sehr genau frequentierten Wechselstrom-Input, um die verfügbare Energie in Leistung umzuwandeln und über das Getriebe an die Antriebsachse abzugeben. Die Anzahl der Gänge dürfen die Hersteller dabei selbst bestimmen. Für die Umwandlung der Energie und die Erstellung dieses Spannungsprofils ist der Inverter als Mittelstück zwischen Batterie und E-Motor verantwortlich.

Aquafuel: Die Firma, die die Generatoren herstellt, die die Autos aufladen. Die Generatoren laufen mit Glycerin, das beim Verbrennen quasi keine Giftstoffe freisetzt. Ein wichtiger Punkt für die Formel E und ihren Anspruch, möglichst klimaneutral zu sein.

Attack-Mode: Ein Modus, in dem die Fahrer für eine kurze Zeit einen Extra-Energieschub erhalten. Die Leistung beträgt dann 235 kW (320 PS) statt der normalen 200 kW (272 PS). Der Attack-Mode wird aktiviert, wenn der Fahrer über einen bestimmten Bereich der Strecke fährt.

Auslaufzone: Der Bereich neben der normalen Strecke. Mittlerweile meist asphaltiert und damit nicht so folgenreich wie auf Old-School-Strecken, auf denen der Fahrer im guten, alten Kiesbett landet. Wegen der engen, extra angelegten Stadtkurse in der Formel E sind die Auslaufzonen hier sehr klein und rar gesät. Es muss also noch genauer gefahren werden.

Batterie: Die Batterie der Formel E ist ein Einheitsbauteil. Der rund 385 Kilogramm schwere Lithium-Ionen-Akku von McLaren Advanced Technologies (MAT) liegt im Heck des Fahrzeugs und kann bis zu 54 Kilowattstunden Energie speichern, von denen den Fahrern im Rennen 52 kWh zur Verfügung stehen. Das entspricht der Kapazität von rund 600 Laptops bzw. 8.000 Smartphone-Akkus. Die restlichen 2 kWh sind für die "Nullrunden" vor und nach dem Rennen (Englisch: Outlap & Inlap) sowie als Notreserve vorgesehen. Da der Akku in einem vergleichsweise kleinen Temperaturfenster arbeitet (Höchsttemperatur: ca. 87 Grad Celsius), muss er ständig gekühlt werden.

Beschleunigung: Die Gen2-Autos der Formel E beschleunigen von 0 auf 100 km/h in 2,8 Sekunden.

Bolide: So wird zwar auch ein Meteor genannt, ist hier aber ein anderes Wort für ein Rennauto.

Boxenstopp: Weil die Batterie der Autos in den ersten vier Saisons keine komplette Renndistanz überstand, wechselten die Fahrer gegen Rennmitte in ein zweites Auto, das vom Team in der Box bereitgestellt wurde. Der Einheitsakku der Gen2-Autos machte den bis dato obligatorischen Boxenstopp ab 2018/19 hinfällig, die Batterien halten nun ein ganzes Rennen durch.

Brake-by-Wire-System: Computergesteuerte Echtzeit-Verschiebung der Bremsbalance, die zur Saison 2018/19 eingeführt wurde. Dadurch kann mehr Energie zurückgewonnen werden. Zuvor mussten die Fahrer selbst einen guten Mittelweg finden: nicht zu stark abbremsen, aber trotzdem genügend Energie rekuperieren.

Chassis: Bezeichnet das Fahrgestell der Formel-E-Autos.

Cockpit: Der Arbeitsplatz der Fahrer.

Dcee: Eines der beiden Maskottchen der Formel E. Sie wandert an der Seite von Acee gern an den Rennstrecken entlang und bespaßt die Zuschauer.

Donut: Es ist eine kleine Kunst für sich und in vielen Rennserien das Ritual des Rennsiegers: Das Auto mit durchdrehenden Rädern auf der Stelle im Kreis drehen zu lassen und so für ordentlich Qualm zu sorgen.

Double-Header: Zwei E-Prix an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in derselben Stadt.

Dummy-Grid: Da eine vollständige Einführungsrunde zu viel Energie kosten würde, positionieren sich die Autos in der Startaufstellung zunächst einige Meter hinter ihren eigentlichen Startplätzen im sogenannten Dummy-Grid. Kurz bevor die Startampel aufleuchtet, rollen die Fahrer schließlich vor auf ihre finalen Startpositionen, um sicherzustellen, dass alle Autos startklar sind und keines beim Start stehen bleibt.

Effizienz: Das Zauberwort der Formel E - und meist der Schlüssel zum Sieg. Wer mit der Energie seines Autos über einen Renntag am effizientesten umgegangen ist und am Ende des Rennens die meisten Reserven verfügt, hat die besten Chancen auf den Sieg. Nicht nur Nelson Piquet jr. 2015 der erste Formel-E-Champion, weiß: "In der Formel E geht es nicht um den Speed, sondern um Effizienz."

Einheitsbauteile: In der Formel E die Regel. Vor allem dafür gedacht, die Kosten in Grenzen zu halten. Ein teures Wettrüsten soll so verhindert werden. Innerhalb einer Saison sind lediglich Software-Adaptionen erlaubt.

Einsatzteam: Die Personenanzahl des Einsatzteams jedes Rennstalls an der Strecke ist in der Formel E begrenzt. So dürfen pro Team maximal 20 Personen an den Fahrzeugen arbeiten. Inklusive den Fahrern, dem Team-Management, Pressesprechern, Teamärzten sowie insgesamt acht eingeladenen Gästen haben pro Team nicht mehr als 40 Personen Zugang zur Garage. Jeder Rennstall kann einen weiteren Fahrer als Reserve-Piloten bestimmen.

e-Lizenz: Der Führerschein für Formel-E-Fahrer. Voraussetzung für die Teilnahme an einem E-Prix, die unter anderem die Teilnahme an einem FIA-Lehrgang für Sicherheit beinhaltet. Sollte ein Fahrer keine e-Lizenz besitzen, muss er von der FIA als Talent mit herausragenden Fähigkeiten im Formel-Sport eingeschätzt werden, um mit einer Sondererlaubnis fahren zu dürfen.

Energie: Das "Benzin" der Formel E. Wird in Kilowattstunden (kWh) angegeben. Bewegt sich das Formel-E-Auto vorwärts, wird Energie verbraucht. Beim Bremsen kann Energie zurückgewonnen werden. Das richtige Energiemanagement ist eine der, wenn nicht die wichtigste Aufgabe eines Teams und des Fahrers am Rennwochenende.

E-Prix: Bezeichnung für ein Formel-E-Rennen, in Anlehnung an den Begriff Grand Prix (GP). E-Prix finden in der Regel samstags statt.

eVillage: Das Fan-Lager bei Formel-E-Rennen. Hier finden unter anderem die Siegerehrung und Autogrammstunden statt.

Fahrerwechsel: Die Teams dürfen bis zu drei Piloten pro Startnummer während der kompletten Saison einsetzen, also insgesamt maximal sechs Fahrer pro Rennstall. Die Cockpits für die letzten drei Rennen einer Saison müssen mit denselben Piloten besetzt werden, um Konflikte beim Meisterschaftsausgang zu verhindern. Nur bei unvorhersehbaren Ausfällen dürfen nach Absprache mit den Kommissaren auch dann noch Fahrer ausgetauscht werden.

Fan-Boost: Einmalig im Rennsport weltweit. Die Fans können ihrem Lieblingsfahrer über eine Online-Abstimmung vor dem Rennen einen Extra-Energieschub zuschanzen. Einsetzbar in einem 5-Sekunden-Fenster in der zweiten Hälfte des Rennens. Die Leistung beträgt dann 250 kW (340 PS) statt der normalen 200 kW (272 PS).

FIA: Die Fédération Internationale de l'Automobile ist ein internationaler Dachverband des Automobils bzw. der Autofahrer mit Sitz in Paris, unter den auch die Formel E fällt. Die FIA entscheidet unter anderem, welche Rennserien als Weltmeisterschaft ausgetragen werden. In der kommenden, siebten Saison wird die Formel E erstmals als offizielle WM ausgefahren.

Flaggen: Sie kommen während eines Rennwochenendes regelmäßig zum Einsatz und werden von den Streckenposten geschwenkt. Sie dienen als Kommunikationsmittel zwischen der Rennleitung und den Fahrern. Die Bedeutung gilt weltweit.

-- Blaue Flagge: Sie ist für die Bummler. Wird sie geschwenkt, wird dem Fahrer deutlich gemacht: Den überrundenden Hintermann bitte so schnell wie möglich überholen lassen.

-- Gelbe Flagge: Kommt bei Gefahr zum Einsatz, zum Beispiel bei einem Unfall. Sie bedeutet: Langsamer fahren und nicht überholen.

-- Grüne Flagge: Die Gefahr ist vorüber, es kann wieder Gas gegeben werden.

-- Rote Flagge: Die Session wird angehalten. Eine Rote Flagge ist daher immer ein schlechtes Zeichen. Meist ist dann etwas Schlimmeres passiert, das die Rennleitung dazu zwingt, die Session zu unterbrechen oder sogar abzubrechen.

-- Schwarze Flagge: Sie wird zusammen mit der Startnummer des Fahrers gezeigt. Der betroffene Fahrer wird vom Rennen ausgeschlossen und muss sofort an die Box.

-- Schwarz-weiß karierte Flagge: Das Rennen oder die jeweilige Session ist zu Ende.

Freies Training: Findet an einem Formel-E-Samstag zweimal statt und dauert einmal 45 und einmal 30 Minuten. In dieser Zeit wird in erster Linie am Setup für Qualifying und Rennen gearbeitet.

Full Course Yellow (FCY): Permanente Gelbphase. Ähnelt dem Virtual-Safety-Car (VSC) der Formel 1. Der Renndirektor lässt dabei auf der gesamten Rennstrecke gelbe Flaggen schwenken. Die Fahrer müssen auf 50 km/h verlangsamen und den Abstand zum Vordermann beibehalten. Überholen ist verboten. Hält sich ein Fahrer nicht daran oder fährt unangemessen - egal ob zu schnell oder zu langsam -, wird er zu den Rennkommissaren vorgeladen. Die Boxengasse bleibt während einer FCY-Phase geöffnet. Auch hier gilt das gängige Tempolimit von 50 km/h.

Gen2: "Generation-2"-Auto, das in der Formel E seit 2018/19 zum Einsatz kommt. Leistungsstärker als das Vorgängermodell "SRT_01 E". Zur Saison 2020/21 sollte das dynamischere, futuristische "Gen2-EVO"-Fahrzeug mit offenen Rädern und neuer Heck-Struktur kommen, wegen der Corona-Pandemie verschob die Formel E die Einführung des neuen Looks aber auf die Saison 2021/22.

Gewicht: Die Batterie der Gen2-Autos wiegt 385 Kilogramm. Das Gesamtgewicht eines Formel-E-Autos inklusive Fahrer darf maximal 900 Kilogramm betragen.

Graining: Bezeichnet die "Körnung" der Reifen. Eine Folge von Überbelastung, dabei beginnt der Reifen, sich zu schälen. Die Oberfläche löst sich langsam auf, die Gummischnipsel kleben an der Lauffläche des Reifens fest. Die Folgen: weniger Grip und mehr Untersteuern.

Gummi-Abrieb: Beschreibt die Abnutzung der Reifenoberfläche. Je besser man die Reifen schont und mit ihnen umgeht, desto weniger Abrieb haben sie und halten länger.

Grid: Englisches Wort für die Startaufstellung.

Grid Girls: In der Formel 1 gibt es sie nicht mehr. Sie sollen die Startaufstellung verschönern, stehen vor jedem Auto und halten die Startnummern mit dem Konterfei des Fahrers in die Höhe. 

Grip: Kann man mit "Griffigkeit" übersetzen. Bedeutet im Motorsport, wie viel Haftung das Auto auf der Strecke hat. Dabei gibt es den aerodynamischen Grip, zum Beispiel durch den Heckflügel. Oder den mechanischen Grip, der durch die Reifen verursacht wird. Je mehr Grip, desto schneller geht es durch die Kurven.

HANS: Abkürzung für "Head and Neck Support", also Kopf- und Nackenstütze. Ein System, das den Fahrer bei Unfällen vor Verletzungen im Kopf- und Nackenbereich schützen soll. Die Stützeinrichtung besteht aus Kohle- und Aramidfaser-Werkstoff und soll extreme Kopfbewegungen sowie das Aufschlagen im Cockpit und auf das Lenkrad verhindern.

Höchstgeschwindigkeit: Formel-E-Autos der Gen2-Ära können bis zu 240 km/h schnell werden.

Homologation: Mit Ausnahme des Antriebsstranges und der Steuerelektronik herrscht in der Formel E ein generelles Entwicklungsverbot. An allen anderen Fahrzeugteilen darf - nicht zuletzt aus Kostengründen - auch in absehbarer Zeit nicht gearbeitet werden. Einige Monate vor dem Start in eine neue Saison werden die Antriebsstränge von der FIA homologiert. Sobald ein Hersteller die obligatorischen Crash-Tests besteht, bei denen die Formel E die Standards der Formel 1 erfüllen muss, darf er keine Veränderungen mehr an der Hardware der Fahrzeuge vornehmen. Lediglich Software-Adaptionen sind im Anschluss noch möglich. Die Software wird im Verlauf der Saison stetig weiterentwickelt.

Ideallinie: Erklärt sich im Grunde von selbst - ist die ideale Linie, die man auf der Strecke fahren sollte. Verlässt man sie, verliert man Zeit.

Inlap: "Nullrunde" nach dem Rennen auf dem Weg in die Boxengasse.

Kerbs: Englischer Begriff für Randsteine. Sie grenzen die Strecke von den Auslaufzonen oder Kiesbetten ab.

Kostenobergrenze: Damit ein Engagement für die Teams bezahlbar bleibt, setzt die Serie auf eine offizielle Kostenobergrenze von 3,5 Millionen US-Dollar pro Saison. Bei der Entwicklung der Antriebsstränge gilt für die eingeschriebenen Hersteller der Formel E hingegen keine Kostendeckelung, sodass die Produktionskosten bei vielen Herstellern längst im zweistelligen Millionenbereich liegen, Schätzungen zufolge bei bis zu 40 Millionen Euro pro Jahr.

Ladezeiten: Das Aufladen der Fahrzeugbatterie ist im Qualifying, während des Rennens sowie im gesamten Parc fermé und während der technischen Abnahme verboten. Zwischen den Rennen und während des Trainings haben die Teams die Möglichkeit, die Rennwagen aufzuladen.

Leistung: Die Leistung (engl.: power) ist die innerhalb einer gewissen Zeitspanne umgesetzte bzw. umsetzbare Energie und wird in Kilowatt (kW) angegeben. Die maximale Leistung von Formel-E-Autos beträgt 250 kW (340 PS).

Leistungseinstellung: Über einen Drehregler am Lenkrad kann der Fahrer zwischen verschiedenen Leistungseinstellungen wählen, beispielsweise für den Shakedown (max. 130 kW), das Qualifying (max. 250 kW), das Rennen (max. 200 kW) oder den Attack-Mode (235 kW).

Lift and Coast: Ein beliebtes Manöver, um der Batterie neue Leistung einzuspeisen. Der Fahrer geht vor einer Kurve vom Gas und rollt heran, behält also seinen Speed, verbraucht aber keine Energie.

Monocoque: Zu deutsch "Schalenrumpf". Die Sicherheit steht auch in der Formel E an erster Stelle. Schutz bietet deshalb das Kohlefaser-Monocoque mit Überrollkäfig.

Outlap: Optionale Aufwärmrunde mit 200 kW.

Parc fermé: Französisch für "geschlossener Park". Das "Gefängnis" der Formel E, in das die Autos nach dem Rennen kommen. Erst wenn die Autos von der Rennleitung geprüft wurden und es nichts zu beanstanden gab, ist das Rennergebnis offiziell.

Penalty: Englisches Wort für Strafe.

Pole Position: Um sie geht es im Qualifying. Wer die schnellste Zeit fährt, steht in der Startaufstellung ganz vorne, also auf der Pole Position.

Punkte: Wie in nahezu allen FIA-Rennserien erhalten die zehn bestplatzierten Fahrer eines Rennens Meisterschaftspunkte nach folgendem Schema: 25-18-15-12-10-8-6-4-2-1. Extra-Zähler gibt es zudem für die Pole Position (3), den Sieger der Quali-Gruppenphase (1) sowie die schnellste Rennrunde (1) - Letzteres allerdings nur, sofern der Fahrer auch in den Top 10 landet.

Qualifying: Das Qualifying der Formel E wird in vier Gruppen ausgetragen, um Verkehrsbehinderungen auf den kurzen und teils engen Stadtkursen zu vermeiden. Die Gruppen werden jeweils nach dem aktuellen Stand in der Fahrermeisterschaft zusammengestellt. Dabei beinhaltet jede Quali-Gruppe insgesamt sechs Fahrer. Die sechs bestplatzierten Fahrer in der Gesamtwertung starten als Erste ins Qualifying. Jede Qualifying-Gruppe hat sechs Minuten Zeit, um eine Zeit abzuliefern.

Reifen: Jeder Fahrer bekommt für ein Rennwochenende einen frischen Satz Reifen zur Verfügung gestellt, mit dem die Piloten in allen Sessions haushalten müssen. Ihnen steht außerdem je ein zusätzliches Vorder- und Hinterrad zur Verfügung, das jedoch bereits beim vorausgegangenen Rennwochenende zum Einsatz gekommen sein muss. Die 18-Zoll-Reifen der Formel E werden sowohl bei trockenen als auch bei nassen Bedingungen eingesetzt. Das Hauptaugenmerk für die Elektroserie und Hersteller Michelin liegt auf der Haltbarkeit und Seriennähe.

Rekuperation: Die Energierückgewinnung beim "Segeln" und Bremsen. Der Antriebsstrang arbeitet dabei in entgegengesetzter Richtung: Antriebsachse zu Motor zu Inverter zu Batterie. Maximal dürfen 250 kW rekuperiert werden. Der Rückgewinnungsprozess in den Bremszonen durch "Lift and Coast" gehört zu den komplexesten Aufgaben der Fahrer während eines Rennens, auch wenn sie seit 2018 durch das "Brake-by-Wire"-System von der Fahrzeugsoftware unterstützt werden. Mit guter Rekuperationsarbeit im Rennen kann ein Pilot die Reichweite seiner Batterie um knapp 20 Prozent verlängern.

Rennen: Das Highlight eines Renntages. Dauert 45 Minuten plus eine Runde.

Renntag: Die Formel E hält ihre Rennveranstaltungen im Normalfall an einem einzigen Tag (samstags) ab: zwei Freie Trainings am Vormittag, Qualifying in der Mittagszeit und Rennen am Nachmittag.

Safety Car: Sollte es zu einem Unfall auf der Strecke kommen, kann das Safety Car zum Einsatz kommen, bis die Unfallstelle geräumt ist. Überholen ist in dieser Zeit verboten. Als Safety Car setzt die Formel E den Plug-in-Hybrid BMW i8 ein. Als Medical Car kommt auch der kleinere, rein elektrische BMW i3 zum Einsatz. Beide Autos werden mit induktiven Ladestationen kabellos aufgeladen. Als Rescue Car beziehungsweise Extrication Car nutzt die Formel E den BMW X5 xDrive40e. Safety-Car-Fahrer der Formel E ist der Portugiese Bruno Correia.

Session: Übersetzt bedeutet es "Sitzung". Jedes Training oder Qualifying wird im Motorsport gerne auch als Session bezeichnet.

Setup: Der englische Begriff für die Einstellungsmöglichkeiten am Auto. Nach dem richtigen Setup wird vor allem in den Trainings gesucht. Im Idealfall sollte das Setup perfekt zu den jeweiligen Streckenbedingungen passen, damit das bestmögliche Fahrverhalten gewährleistet ist.

Shakedown: Die Inspektion des Kurses. Die Fahrer nutzen dieses Rennen, um die elektronischen Systeme und die Zuverlässigkeit des Fahrzeugs zu überprüfen. Die Performance an sich spielt keine Rolle, da mit reduzierter Geschwindigkeit und Leistung (max. 130 kW) gefahren wird. Gleichzeitig werden das Layout, die Bordsteine und Merkmale der Strecke von der FIA überprüft, wobei auch das Feedback der Fahrer berücksichtigt wird.

Stewards/Rennkommission: Die Regelhüter, die über Monitore stets das ganze Geschehen im Blick haben und auch die Strafen verhängen.

Strafenkatalog: Bei Fehlverhalten eines Fahrers während einer offiziellen Formel-E-Session kann die Rennleitung aus einem Strafenkatalog mit folgenden vier Optionen wählen. Darüber hinaus gibt es Optionen für eine schriftliche Verwarnung, eine Strafversetzung für das nächste Rennen, einen Start aus der Boxengasse, eine Disqualifikation oder sogar ein Startverbot für den nächsten E-Prix.

-- Durchfahrtsstrafe: Der Fahrer muss unter Einhaltung des gegebenen Tempolimits - normalerweise 50 km/h - durch die Boxengasse fahren, ohne zu stoppen.

-- 5-Sekunden-Zeitstrafe: Auf die Gesamtrennzeit eines Fahrers werden nach dem Ende des E-Prix fünf Sekunden hinzugerechnet.

-- 10-Sekunden-Zeitstrafe: Auf die Gesamtrennzeit eines Fahrers werden nach dem Ende des E-Prix zehn Sekunden hinzugerechnet.

-- 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe: Die härteste Strafe. Ein Fahrer muss an die Box kommen und für zehn Sekunden stehenbleiben, ohne dass die Mechaniker im Anschluss am Fahrzeug arbeiten dürfen. Anschließend kann er sein Rennen fortsetzen.

Streichergebnis: Das sogenannte Drop Score kam nur in der ersten Formel-E-Saison zum Einsatz. Dabei wurde bei jedem Fahrer am Ende der Saison das schlechteste Einzel-Rennergebnis aus der Wertung gestrichen.

Super-Pole: Finale des Qualifyings. In der Super-Pole-Session geht zunächst der Pilot mit der sechstbesten Rundenzeit aus der Gruppenphase auf die Strecke. Sobald er seine schnelle Runde beginnt, springt die Ampel am Ausgang der Boxengasse auf Grün, um die Strecke für den fünfschnellsten Fahrer freizugeben. Dieses Prozedere wird bis zum Schnellsten der Gruppenphase fortgeführt. Die Reihenfolge des Shoot-outs ergibt letztlich die ersten sechs Plätze der Startaufstellung. Die Startpositionen 7 bis 24 entstammen der übergreifenden Reihenfolge während der Gruppenphase.

Testfahrten: Mit wenigen Ausnahmen besteht für die Teams der Formel E während einer Saison ein striktes Testverbot. Einzig im Rahmen von bis zu sechs von der FIA organisierten gemeinsamen Testtagen dürfen die Rennställe ihre Fahrzeuge testen. Mindestens drei dieser sechs Tests müssen vor Saisonbeginn stattfinden. Ein Testtag während der Saison ist für die sogenannten Rookie-Tests reserviert, bei denen ausschließlich Fahrer eingesetzt werden dürfen, die noch nicht an einer offiziellen Formel-E-Session teilgenommen haben. Zudem kann jedes Team pro Saison sechs sogenannte Filmtage nutzen. Dabei darf nur das Auto der aktuellen Saison zum Einsatz kommen. Die Fahrtstrecke ist auf maximal 50 Kilometer begrenzt.

Übersteuern: Übersteuert ein Auto, neigt es dazu, in den Kurven mit den Hinterrädern wegzurutschen und mit dem Heck auszubrechen.

Untersteuern: Das Gegenteil von Übersteuern. Untersteuert ein Auto, schiebt es in einer Kurve über die Vorderräder nach außen.

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