Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi sind bei Alfa Romeo offiziell für die ... - Bildquelle: Motorsport ImagesKimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi sind bei Alfa Romeo offiziell für die Formel-1-Saison 2021 gesetzt - Für Mick Schumacher nur noch Haas. © Motorsport Images

München/Imola - Jetzt ist es also offiziell: Kimi Räikkönen setzt seine Formel-1-Karriere 2021 bei Alfa Romeo fort.

"Ich freue mich sehr darüber, dass wir eine weitere Saison mit Kimi und Antonio fahren werden", sagte Teamchef Frederic Vasseur.

Antonio Giovinazzi ist Ferrari-Junior und darf das Cockpit, für das zwischenzeitlich auch Mick Schumacher gehandelt wurde, also doch behalten.

Schumacher, so sieht es aktuell aus, soll eher beim zweiten Ferrari-Kundenteam Haas platziert werden. Vermutlich an der Seite des russischen Rookies Nikita Masepin, der Sponsorengelder mitbringen würde.

Perez bei Alfa gehandelt

Daran, dass Räikkönen bleibt, wurden in der verrückt spielenden "Silly Season" zuletzt Zweifel gesät, als Sergio Perez mit einem Wechsel zu Alfa Romeo in Verbindung gebracht wurde.

Rein wirtschaftlich wäre das nachvollziehbar gewesen: Während Räikkönen immer noch ein stattliches Gehalt verdient, hätte der Mexikaner ein ansehnliches Sponsorenportfolio mitgebracht.

"Eine zweite Familie"

Doch Perez spekuliert auf das möglicherweise frei werdende Cockpit bei Red Bull, und so stand bei Alfa Romeo einem dritten Jahr mit den beiden bisherigen Fahrern nichts mehr im Weg.

Für Räikkönen, der beim damals noch Sauber heißenden Team in Hinwil 2001 seine Formel-1-Karriere begonnen hat, eine schöne Nachricht.

"Alfa Romeo ist mehr als ein Team für mich. Es ist wie eine zweite Familie", sagt er. "So viele von den Gesichtern, die ich 2001 gesehen habe, sind noch hier, und die einzigartige Atmosphäre dieses Teams ist es, die mir die Motivation für meine dann schon 19. Saison in diesem Sport gibt."

Und: "Würde ich nicht an dieses Projekt glauben, wäre ich nicht hier!"

Kampf mit stumpfen Waffen

Einen Vorgeschmack darauf, wie Räikkönen/Alfa im besten Fall performen können, gab es in Portimao, als der 41-Jährige mit seiner ganzen Erfahrung die richtige Reifenwahl für den Start traf und in der ersten Runde vom 16. auf den sechsten Platz nach vorne fuhr.

Letztendlich kämpfte er dann aber, auch wegen des unterlegenen Ferrari-Motors, mit stumpfen Waffen.

Räikkönen noch mit "Leidenschaft und Motivation"

Teamchef Vasseur sieht in Räikkönen "immer noch die Leidenschaft und die Motivation, und zwar jedes Mal, wenn er zur Arbeit kommt. Er ist ein verlässlicher Wert, von dem ich weiß, dass er 100 Prozent aus dem Auto rausholt. Und er ist eine echte Führungspersönlichkeit für die Leute um ihn herum."

"Antonio war im Vorjahr gegen Saisonende sehr stark und hat dieses Jahr genau dort angeknüpft und sich von dieser Basis weiterentwickelt. Sei es auf der Rennstrecke oder in den Ingenieursbriefings: Er spielt eine wichtige Rolle für das Team und hat sich einen neuen Vertrag für 2021 redlich verdient", lobt Vasseur den Ferrari-Junior.

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