Renault wirft Racing Point einen Regelbruch vor - Bildquelle: POOLAFPSIDANDREW BOYERSRenault wirft Racing Point einen Regelbruch vor © POOLAFPSIDANDREW BOYERS

Silverstone (SID) - Am Mittwoch beraten in Silverstone die verantwortlichen Kommissare des Internationalen Automobilverbandes FIA über den Protest des Formel-1-Rennstalls Renault gegen den Rivalen Racing Point. Dies berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf eine Quelle aus dem Umfeld.

Ein Urteil werde allerdings frühestens in der darauffolgenden Woche erwartet, Racing Point und Renault werden gegen jede Entscheidung der technischen Kommissare der FIA Berufung einlegen können. 

Renault ist davon überzeugt, dass Racing Point nicht nur anhand von Fotos bei Weltmeister Mercedes abgeschaut hat. Der RP20 ist offensichtlich eine sehr gute Kopie des Silberpfeils von 2019.

Das französische Team glaubt, dass es einen Austausch von Daten und Design zwischen Mercedes und Racing Point gegeben hat. Der nicht sichtbare Teil der Belüftungen etwa könne nicht anhand von Fotos nachgebaut werden, so die These von Renault. Hier könnte ein Verstoß erkannt werden.

"Ich denke, die Regeln sind recht eindeutig. Und wir haben unseren Standpunkt klar gemacht", sagte RP-Technikchef Andrew Green am Wochenende in Silverstone: "Wir haben alles innerhalb des Reglements gemacht. Deshalb denke ich nicht, dass wir Antworten schuldig sind."

Teamchef Otmar Szafnauer räumte bei RTL ein: "Wir haben uns von Mercedes inspirieren lassen - von den Langsamen ist Kopieren sinnlos." Alle Teile, die das Reglement vorschreibt, habe man selbst gebaut, so der US-Amerikaner.

Racing Point ist in der noch jungen Saison der Sprung aus dem Formel-1-Mittelfeld in die erweiterte Spitzengruppe gelungen. Der Rennstall, der 2021 in Aston Martin umbenannt wird, ist ein heißer Anwärter auf die Verpflichtung des viermaligen Weltmeisters Sebastian Vettel (Heppenheim/Ferrari) zur kommenden Saison.

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