Sergio Perez absolvierte vor dem Miami-GP eine Demofahrt durch New York - Bildquelle: Red Bull Content PoolSergio Perez absolvierte vor dem Miami-GP eine Demofahrt durch New York © Red Bull Content Pool

Der Geschäftsführer von Liberty Media, Greg Maffei, hat enthüllt, dass der kürzlich gewählte Bürgermeister von New York City, Eric Adams, Interesse an einem Formel-1-Grand-Prix bekundet hat. Gleichzeitig spielte Maffei die Chancen für ein viertes amerikanisches Rennen neben Austin, Miami und Las Vegas herunter.

Der frühere Formel-1-Boss Bernie Ecclestone versuchte jahrelang, ein Rennen in oder in der Nähe von New York zu veranstalten. 2011 wurde von Promoter Leo Hindery ein Standort in Port Imperial in New Jersey mit der Skyline der Stadt als Kulisse ins Auge gefasst.

Das Rennen wurde in den Kalender 2013 aufgenommen. Die Arbeiten zur Vorbereitung hatten bereits begonnen, bevor das Projekt aufgrund fehlender Finanzierung scheiterte.

Seit der Übernahme der Formel 1 im Jahr 2017 hat Liberty der Ergänzung von Rennen an "Zielorten" in den USA Priorität eingeräumt. Obwohl das Unternehmen immer an New York interessiert war und sogar einen erneuten Blick auf New Jersey geworfen hat, wurden die Projekte in Miami und Las Vegas zuerst realisiert.

Angebotene Standorte für Liberty nicht attraktiv

Auf einer Finanzveranstaltung in New York wurde Maffei am Donnerstag von einem Moderator gefragt, ob ein Grand Prix in der Stadt in Betracht gezogen werde. Er verriet, dass Bürgermeister Adams einen Standort auf Randalls und Wards Island vorgeschlagen habe, einem Gebiet, das größtenteils aus Parkland und Sportplätzen auf der anderen Seite des Harlem River im Nordosten Manhattans besteht.

Maffei stellt jedoch klar, dass Liberty diesen Standort nicht für geeignet hält: "Ihr Vorschlag, Randalls Island, ist wahrscheinlich nicht unser perfekter Veranstaltungsort. Vor 15 bis 20 Jahren wurde hier viel Zeit und Geld investiert, auch von Leo Hindery, der versucht hat, eine Rennstrecke in Hoboken zu bauen."

"Ich denke, die Realität ist, dass Straßenrennen an einem Ort wie New York einfach sehr, sehr, sehr schwierig sind", erklärt Maffei weiter. "Las Vegas ist einer der wenigen Orte in den Vereinigten Staaten, an denen man wahrscheinlich ein Straßenrennen veranstalten kann, dort herrscht eine andere Mentalität."

Auch New York sei ein wunderbarer Austragungsort, "aber es ist schwer vorstellbar, dass sie den Central Park für uns schließen werden!", gibt der Liberty-Media-Chef zu bedenken.

Auf die Frage des Moderators, ob er sich ein New Yorker Rennen wünschen würde, antwortet Maffei: "Ich vermute, dass es ein paar andere Gruppen gibt, die das nicht wollen, also ist das wahrscheinlich ein Kampf, den wir nicht führen brauchen."

Greg Maffei: Miami ein Erfolg, Nachbesserungen nötig

Den ersten Grand Prix von Miami hob Maffei als großen Erfolg hervor: "Die Nachfrage war verrückt. Es gab viele Leute, die mir gesagt haben, dass es das beste Sportereignis war, das sie je besucht haben." Gleichzeitig räumte aber ein, dass es Probleme gebe, die die Organisation für 2023 angehen müsse

"Die Fahrer mögen nicht alles an der Strecke, was nicht ungewöhnlich ist", weiß Maffei und spricht zudem die Paddock Club Hospitality über den Boxen und das Thema Sicherheit ein. "Wir werden sehen. Es gibt Dinge, an denen wir arbeiten müssen."

 

"Ich denke, die Miami Dolphins, unsere Partner vor Ort, haben insgesamt einen großartigen Job gemacht. Sie sind sich der Probleme oder Fragen, die aufgetaucht sind, sehr wohl bewusst, aber diese sind leicht zu beheben. Das TV-Erlebnis, die Begeisterung und die allgemeine Stimmung in Miami waren durchweg positiv. Ich meine, wahnsinnig gut. Und ich glaube nicht, dass sich das ändern wird."

Zu der Tatsache, dass das erste Rennen für den Promoter ein Verlustgeschäft war, sagt Maffei: "Ich denke, es wird für die Dolphins sehr profitabel sein. Ihre und unsere Gewinn- und Verlustrechnung sind ein wenig unterschiedlich. Aber sie haben einen Zehnjahresvertrag. Und sie werden eine Menge Geld verdienen."

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