Lewis Hamilton (li.) und Red Bull-Teamchef Christian Horner führten einige i... - Bildquelle: 2015 Getty ImagesLewis Hamilton (li.) und Red Bull-Teamchef Christian Horner führten einige interessante Gespräche. © 2015 Getty Images

Milton Keynes/München - Nach den Geschehnissen in der vergangenen Saison und insbesondere in Abu Dhabi 2021 ist eine Liaison zwischen Lewis Hamilton im Red Bull gar nicht vorstellbar, doch laut Teamchef Christian Horner drängte der siebenmalige Formel-1-Weltmeister in der dominanten Red-Bull-Ära zwischen 2010 und 2013 immer wieder auf einen Wechsel.

Formel 1: Kurioser Gedanke - Hamilton in einem Red Bull?!

In einem Interview mit der "Daily Mail" sagte Horner: "Lewis und ich haben im Laufe der Jahre einige Gespräche geführt. Von 2010 bis 2013 war er sehr daran interessiert, für Red Bull zu fahren. Damals hatten wir aber Sebastian [Vettel] und es hätte keinen Sinn gemacht, zwei Alpha-Fahrer zu haben."

Als Hamilton Ende 2012 schließlich von McLaren zum Mercedes-Werksteam wechselte, freute sich der Red-Bull-Teamchef zunächst, da er Mercedes als keine große Bedrohung ansah und er vermutete, dass Hamilton dort seine Fähigkeiten nicht so gut wie bei McLaren zeigen könnte.

"Niki Lauda war bei Mercedes und wollte Lewis unbedingt haben, und ich erinnere mich, dass ich ihn ermutigt habe, ihn zu nehmen. Wir kämpften gegen McLaren, und 2012 hatten sie das schnellste Auto, und wir waren der Meinung, dass Lewis in einem McLaren eine größere Bedrohung darstellen würde als in einem Mercedes."

"Ich habe Niki ermutigt, das Geld auszugeben, da Lewis' Leistung auch ein wenig schwankte. Man kann wohl sagen, dass das nach hinten losging", erinnerte sich Horner.

Hamilton gewann in der Folge ab 2014 sechs Fahrermeisterschaften, während Mercedes als Konstrukteur seit der Einführung der Hybrid-Ära sogar noch ungeschlagen ist.

Christian Horner: Verstappens WM-Titel ein "Erfolgserlebnis"

Dass es Max Verstappen 2021 im Red Bull war, der die jahrelange Mercedes-Dominanz brach, freut Horner umso mehr: "Das Erfolgserlebnis, diese mächtige Mercedes-Maschine mit Lewis als Teil davon zu schlagen, war enorm."

"Die ganze Organisation gewöhnt sich ans Gewinnen und es ist wie eine Droge. Es macht süchtig. Und dann ist da noch die Angst vor dem Versagen. Es treibt dich an, weil du dieses Gefühl immer wieder erleben willst", erklärte Horner.

Formel 1 2022: Mercedes bisher chancenlos gegen Red Bull-Übermacht

Der erbitterte Kampf zwischen Red Bull und Mercedes hat sich in der aktuellen Formel-1-Saison 2022 gelegt, was jedoch daran liegt, dass Mercedes mit dem W13 bisher keine Chance gegen den RB18 hat.

Max Verstappen und das Red-Bull-Team liegen in beiden WM-Wertungen deutlich vorn und es sieht alles danach aus, als würde es seit 2013 erstmals einen anderen Konstrukteursmeister als Mercedes geben.

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