Daniel Ricciardo fuhr 2021 seine erste Saison für McLaren - Bildquelle: imago images/Motorsport ImagesDaniel Ricciardo fuhr 2021 seine erste Saison für McLaren © imago images/Motorsport Images

München - Daniel Ricciardo blickt den neuen Formel-1-Fahrzeugen der Saison 2022 mit viel Spannung entgegen.

"Ich denke, es werden andere Kaliber sein, auch weil die Autos so viel tiefer liegen werden", verriet der Australier im Interview mit "Motorsport aktuell".

"Offensichtlich sahen die Formel-1-Autos seit Jahren aus wie Dragster. Sie werden jetzt eher wie Formel-2-Autos aussehen – mit deutlich niedrigeren Hecks. Ich denke, das wird sich auf die Straßenlage und das Fahrverhalten auf Kerbs auswirken. Ich bin mir sicher, dass das Auswirkungen auf die Balance haben wird. Das Gefühl im Auto sollte ganz anders sein."

Der McLaren-Pilot hofft, dass durch die Neuerungen "tatsächlich eine neue Ära" eingeläutet wird und die Rennserie ausgeglichener ist. "Die Saison war zwar unglaublich, aber es gibt immer noch Strecken, wo das Hinterherfahren und Überholen sehr schwer ist. Ich hoffe, das wird mit den neuen Autos anders sein."

Ricciardo lobt die spannenden Rennen der Formel 2

Ricciardo hofft, dass die Formel 1 dadurch ähnlich spannend und ausgeglichen werden könnte wie die Nachwuchs-Rennserie Formel 2: "In der Formel 2 sehen wir ziemlich spannende Rennen. Natürlich sind dort alle Autos gleich. Aber ich denke, manche der Regeln könnten der Formel 1 bei ihren Problemen helfen. Und in diese Richtung geht es jetzt." 

Ob das McLaren noch konkurrenzfähiger machen könnte? Ricciardo gewann im vergangenen Jahr den Großen Preis von Italien, nachdem Lewis Hamilton und Max Verstappen miteinander kollidierten. Mit 115 Punkten belegte er Platz 8 der Fahrerwertung. Sein Teamkollege Lando Norris sammelte 160 Zähler und landete auf Rang 6.

In der Konstrukteurswertung war McLaren hinter Mercedes, Red Bull und Ferrari das viertstärkste Team. Ricciardo würde sich wünschen, dass sein Fahrstil mit dem veränderten Auto besser harmoniert als in der Vorsaison.

"Ich gebe jedenfalls nie die Hoffnung auf. Ich bin nicht der erste Fahrer im Team, der über die Einschränkungen mit dem Auto berichtet, die ich gefühlt habe", sagt er. "Dass ich besser und besser mit dem 2021-Auto zurechtgekommen bin, sollte mir auch mit dem nächsten Auto zugutekommen."  

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