Alpine A522: Unterboden, GP Spanien 2022 in Barcelona - Bildquelle: Motorsport ImagesAlpine A522: Unterboden, GP Spanien 2022 in Barcelona © Motorsport Images

Unter der aktuell geltenden Budgetobergrenze müssen die Formel-1-Teams in der Saison 2022 mehr denn je abwägen, in welchen Bereichen des Autos sie Weiterentwicklung betreiben und in welchem Umfang. In der Vergangenheit stand der Frontflügel mit all seinen diversen Anbauteilen im Fokus der Entwicklung. Das hat sich inzwischen geändert.

Laut Pat Fry, dem Technischen Direktor von Alpine, ist ein neues Unterbodendesign für ein Team ungefähr genauso kostenintensiv wie ein neuer Frontflügel, bringt aber im direkten Vergleich ein Vielfaches mehr an Performance.

Zum Frontflügel sagt Fry: "Wenn man erst mal, sagen wir 700.000 Euro investiert hat und alles dafür Notwendige hergestellt hat, muss man damit genauso viel Performance finden wie mit einem neuen Unterboden. Beim Unterboden findet man derzeit aber zehnmal so viel Performance, ganz klar."

"Natürlich", merkt der Alpine-Technikchef an, "sind wir auch in unseren Ressourcen begrenzt. Deshalb ist es für uns einfacher, in ein Unterboden-Update zu investieren als in einen Frontflügel, der relativ klein ist. Grundsätzlich sind die Frontflügel etwas weniger empfindlich als sie es in der Vergangenheit waren."

"Früher konnte man mit einem neuen Frontflügel jede Menge Performance gewinnen. Jetzt ist es zwar nicht so, dass wir gar keine Entwicklung am Frontflügel mehr betreiben würden. Aber wenn wir das tun, dann muss sich das wirklich lohnen", so Fry.

Alpine hat sich bei den bisherigen Rennen der Formel-1-Saison 2022 für regelmäßige Updates entschieden anstatt gelegentlich ein großes neues Paket zu bringen. Die Updates für das laufende Barcelona-Wochenende umfassen ein paar kleinere Veränderungen am Frontflügel. Das nächste Unterboden-Update soll schon bald kommen.