Günther Steiner (li.) traut Mick Schumacher (re.) in Zukunft viel zu - Bildquelle: ImagoGünther Steiner (li.) traut Mick Schumacher (re.) in Zukunft viel zu © Imago

Köln - Mick Schumachers Teamchef Günther Steiner traut dem Deutschen in Zukunft den Kampf um den Titel in der Formel 1 zu. "Mick hat die Anlagen, auch wenn man jetzt noch nicht mit Sicherheit sagen kann, dass er Weltmeister wird", sagte der Südtiroler im Gespräch mit "Sport1": "Ich glaube aber an ihn. Er hat auch den Trieb dazu, er will Weltmeister werden, und das ist auch wichtig."

In diesem Jahr absolviert Schumacher seine Debütsaison für das Haas-Team, die Autos des US-Rennstalls sind allerdings durchgehend am Ende des Feldes unterwegs. Im kommenden Jahr hofft Haas unter dem komplett neuen Reglement auf einen Leistungssprung.

Steiner attestiert Mick "sehr gute Entwicklung"

Mit Blick auf künftige Titelchancen werde es für Schumacher darum gehen, "zur richtigen Zeit am richtigen Ort" zu sein: "Allerdings: Umso besser man ist, desto größer die Chance, die richtigen Entscheidungen zu treffen und auch von den richtigen Teams mit dem besten Auto engagiert zu werden."

2021 habe Schumacher bereits "eine sehr gute Entwicklung durchgemacht, er kann damit happy sein, was er gelernt hat", sagte Steiner: "Ich denke, das bereitet ihn gut auf 2022 vor. Es wird sicher noch den ein oder anderen Fehler geben. Mick ist 22 Jahre alt, das ist noch immer sehr jung. Und die Formel 1 ist eine sehr schwierige Welt."

In der Arbeit des Rennfahrers seien zudem auch Parallelen zu seinem Vater, Rekordweltmeister Michael Schumacher, zu erkennen. "Ich habe leider nie mit Michael zusammengearbeitet, aber unsere Motor-Jungs von Ferrari sagen: Michael war genauso", sagte Steiner: "Mick macht das Ganze auch sehr ehrlich. Er schauspielert nicht, geht auf die Jungs ein, und die lieben ihn dafür. Sie stehen richtig hinter ihm. Das ist schön zu sehen, speziell in einem schwierigen Jahr, wie wir es im Moment durchleben." 

Steiner erhöht Druck auf Schumacher und Mazepin

Neben den lobenden Worten macht Steiner bei "RTL" mit Blick auf das kommende Jahr schon mal Druck auf die beiden Haas-Piloten Schumacher und Nikita Mazepin. "Nächstes Jahr ist das Lernen vorbei", sagte der 56-Jährige, "nächstes Jahr muss geliefert werden, von Mick, aber auch Nikita. Sie haben viel gelernt und nächstes Jahr müssen wir Punkte holen."

Im Jahr 2021 fahren die beiden Talente aufgrund des zu schwachen Haas-Boliden den Stars zumeist noch hinterher. Weder Schumacher noch Mazepin schafften es 2021 in die Punkte-Ränge. Daher wird für die neue Saison bereits eifrig an einem konkurrenzfähigen Auto gefeilt. "Das Auto für 2022 wurde schon angefangen zu bauen, es wird zwei Tage vor dem Testen fertig werden", erklärte Steiner.

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