George Russell äußert sich zu Budgestreit - Bildquelle: AFP/SID/PHILIP FONGGeorge Russell äußert sich zu Budgestreit © AFP/SID/PHILIP FONG

Suzuka (SID) - Im Budgetstreit der Formel 1 um Red Bull Racing steht mittlerweile vor allem die FIA unter Druck. Am Mittwoch hatte der Weltverband seine selbst gesetzte Frist zur Veröffentlichung der Ergebnisse nicht einhalten können, sie sollen nun am kommenden Montag verkündet werden. Schon am Donnerstag waren vermeintliche Überschreitungen des Budgetlimits aber wieder ein großes Thema im Fahrerlager von Japan.

"Es ist nicht meine Aufgabe, mich mit den Details zu beschäftigen", sagte Mercedes-Pilot George Russell, "ich warte auf die Ergebnisse. Aber ich persönlich weiß, wie hart unser Team arbeitet, um innerhalb der Budgetgrenze zu bleiben. Und wir wissen auch: Wenn man mehr Geld ausgibt, dann wird die Performance besser. So einfach ist das."

Vor dem vergangenen Rennen in Singapur hatten Medienberichte für Aufsehen gesorgt, nach denen Red Bull die 2021 eingeführte Budgetgrenze deutlich überschritten haben soll. Der Rennstall wies das scharf zurück, auch die FIA sprach wiederholt von "unbegründeten Spekulationen und Vermutungen". Die Konkurrenz fordert Transparenz und eine klare Anwendung der neuen Regeln, sie verzichtet mittlerweile aber auf einen direkten Bezug auf Red Bull.

"Falls es ein Vergehen eines Teams gab, dann muss es eine angemessene Strafe geben, wir vertrauen auf die FIA", sagte Russell am Donnerstag: "Die Summe, mit der das Budgetlimit überschritten wurde, sollte dann der Summe entsprechen, die vom kommenden Budget abgezogen wird." Dies sei das Mindeste. Auch Ferrari-Pilot Charles Leclerc forderte im Falle einer Regelverletzung klare Strafen.

Bei schwereren Vergehen, einer Überziehung des Budgets von mehr als zehn Prozent, sind harte Strafen durchaus denkbar, auch der Abzug von Punkten in der Fahrer- oder Team-WM. Im vergangenen Jahr hatte Max Verstappen im Red Bull den Titel mit acht Punkten Vorsprung auf Mercedes-Pilot Lewis Hamilton gewonnen.

Neueste Medienberichte legen indes nahe, dass eventuelle Überschreitungen des Limits allenfalls geringfügig ausfallen. Auch die Strafen wären dann milder. Die FIA weist weiter darauf hin, dass die Untersuchungen nicht abgeschlossen sind. Sie seien "ein langer und komplexer Prozess", der fortgeführt werde.