München - Rassismus-Vorfall in der Formel 1: Der dreimalige Weltmeister Nelson Piquet hat in einem Podcast den siebenmaligen Weltmeister Lewis Hamilton mit dem N-Wort bedacht. Der Vorfall kam erst jetzt ans Licht, ereignete sich allerdings bereits im vergangenen November. Das berichtet "CNN Brasil"

Grund für den Ausfall soll der Crash zwischen Hamilton und Max Verstappen in Silverstone 2021 gewesen sein. Damals verursachte der Brite einen Zusammenstoß mit seinem niederländischen Konkurrenten. Verstappen krachte daraufhin mit 280 Stundenkilometern in die Mauer. Der Crash war der Startpunkt eines von vielen Nickeligkeiten geprägten Zweikampfes zwischen Hamilton und dem späteren Weltmeister.

Gegenüber dem portugiesischen Journalisten Ricardo Oliveira sagte Piquet laut Bericht: "Der kleine N***** stellt das Auto so hin, weil er keine Chance hatte, in dieser Kurve zwei Wagen zu überholen. Es ist ein Witz! Er hat Glück, dass es nur Verstappen erwischt hat."

Formel 1, FIA und Mercedes stellen sich hinter Lewis Hamilton

Sowohl die Formel 1, die FIA, als auch das Mercedes-Team verurteilten die Aussagen von Piquet, allerdings ohne sich explizit auf den Vorfall zu beziehen. Sie veröffentlichten über die sozialen Netzwerke ein Statement, in dem sie jede Form von Rassismus und Diskriminierung als "inakzeptabel" ablehnten. Der Rennstall hebt darin hervor, dass Hamilton schon seit Jahren aktiv gegen Rassismus kämpft: "Lewis hat die Bemühungen unseres Sports zur Bekämpfung von Rassismus angeführt, und er ist ein wahrer Verfechter der Vielfalt auf und neben der Strecke."

Auch die Formel 1 lobt den Mercedes-Fahrer in höchsten Tönen und stellt sich hinter den Briten: "Lewis ist ein unglaublicher Botschafter unseres Sports und verdient Respekt. Seine unermüdlichen Bemühungen, Vielfalt und Inklusion zu steigern, sind für viele eine Lehre und etwas, dem wir uns bei der F1 verschrieben haben."

Auch eine Reaktion von Hamilton selbst ließ nicht lange auf sich warten. Über Twitter schrieb der 37-Jährige auf Portugiesisch: "Konzentrieren wir uns darauf, die Denkweise zu ändern." Kurze Zeit später ließ er auch einen englischsprachigen Tweet folgen: "Es geht nicht nur um die Sprache. Diese veralteten Denkweisen müssen sich ändern und haben keinen Platz in unserem Sport. Ich war mein ganzes Leben lang von diesen Einstellungen umgeben. Es gab viel Zeit, um zu lernen. Jetzt ist Zeit, zu handeln."

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