Mick Schumacher jubelte in Silverstone über seine ersten WM-Punkte - Bildquelle: Motorsport ImagesMick Schumacher jubelte in Silverstone über seine ersten WM-Punkte © Motorsport Images

München - Für Mick Schumacher endete am Wochenende in Silverstone eine lange Durststrecke: Der Deutsche wurde Achter und holte zum ersten Mal in seiner Formel-1-Karriere Punkte - und das, nachdem er Weltmeister Max Verstappen, der in einem beschädigten Red Bull unterwegs war, bis zur Zielflagge verfolgt hatte.

Doch bei aller Freude über das Ergebnis mahnt Haas-Teamchef Günther Steiner, dass die Erwartungen nun zu hochgeschraubt werden könnten. "Ich denke, es wird ihm einen kleinen Schub geben und sein Selbstvertrauen stärken", sagt er. "Aber wir müssen jetzt aufpassen, dass der Druck nicht zu groß wird."

Steiner befürchtet, dass Schumacher nun immer kritisiert wird, wenn er keine Punkte holt, und erklärt: "Manche Leute verstehen das nicht. Es sind menschliche Wesen, es gibt andere 19 Fahrer, die großartig sind. Und es gibt andere neun Teams, die gute Autos haben."

"Es ist ein Sport. Die Erwartung sollte nicht sein, dass er jedes Rennen punktet und wenn er dann nicht punktet, wird er wieder kritisiert. Das ist, ihn auf ein Podest zu stellen und ihn wieder herunterzuwerfen, und das sollten wir nicht versuchen", hält Steiner fest.

Günther Steiner: Keine Ansagen während des Rennens

Mit Blick auf das Rennen verrät der Teamchef, dass Schumacher zu keinem Zeitpunkt gesagt wurde, er solle es ruhig angehen lassen, auch nicht im Duell mit Verstappen: "Nein, ihm wurde nichts gesagt. Sie wissen, was zu tun ist. Wenn sie kämpfen und man anfängt, mit ihnen zu reden, verwirrt man sie nur."

"Ich vertraue meinen Jungs. Ich weiß, dass er seine Punkte wollte, und er hat sie geholt. Ich denke, er hatte alles unter Kontrolle." Neben Schumacher kam in Silverstone auch Teamkollege Kevin Magnussen in die Punkteränge, der auf Platz zehn landete.

Die doppelten Punkte kamen zustande, nachdem das Team in den vorangegangenen fünf Rennen überhaupt nicht hatte punkten können. "Es motiviert die Jungs", weiß Steiner.

Doppelte Punkte auch mit ein bisschen Glück

"Ich habe ihnen immer wieder gesagt, dass sie es schaffen können, dass es uns nur im Moment nicht gelingt. Wir müssen geduldig sein, was manchmal schwierig ist, wenn alle denken, dass man keinen guten Job macht. Aber am Ende haben wir es geschafft und sind mit zwei Autos in den Punkten. Das ist sehr gut für das Team."

Dabei sahen die Vorzeichen für den Doppelerfolg gar nicht mal so vielversprechend aus: "Wir haben an diesem Wochenende kein gutes Rennwochenende erwischt, weil das Qualifying nicht gut war. Aber als die rote Flagge herauskam, bekamen wir einen kleinen Schub, und wir machten ein paar Positionen gut."

"Ich glaube, wir sind von den Plätzen 14 und 16 gestartet, was nicht gerade fantastisch ist. Aber wir haben das Beste daraus gemacht und waren am Ende mit zwei Autos in den Punkten, was sehr gut ist. Wir hatten genug Pech, da kam etwas Glück gerade recht."

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