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München - Pierre Gasly wird auch 2023 für AlphaTauri in der Formel 1 fahren. Das hat der Rennstall am Freitagmorgen offiziell bekannt gegeben: "Wir freuen uns, bestätigen zu können, dass Pierre 2023 bei uns bleiben wird", teilt Teamchef Franz Tost in einem Statement mit. Für Gasly wird es die sechste komplette Saison in der Formel 1 sein.

Die Verlängerung des Franzosen ist eines der am schlechtesten gehüteten Geheimnisse der Formel 1. Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko hatte in einem Interview auf dem YouTube-Kanal von "Formel1.de" schon Anfang Juni verraten, dass man davon ausgehen kann, dass die beiden aktuellen Piloten auch für das kommende Jahr gesetzt sind.

Und Franz Tost hatte zuletzt in Kanada schon betont: "Er wird 2023 ein Fahrer bei uns, AlphaTauri, sein. Das ist zu 100 Prozent bestätigt." Jetzt erfolgte auch die hochoffizielle, schriftliche Bestätigung.

Gasly: Was passiert nach 2023?

Gasly besitzt ohnehin einen gültigen Vertrag mit Red Bull, der allerdings 2023 ausläuft. Wie es dann mit dem Franzosen weitergeht, ist unklar, da die Tür für einen Aufstieg zu Red Bull durch die Vertragsverlängerung mit Sergio Perez bis 2024 definitiv zu ist. Daher wird Gasly nach Ablauf seines Vertrages mit einem Wechsel zu einem anderen Team in Verbindung gebracht.

Am Ende der Saison 2017 gab Gasly sein Debüt für das damalige Toro-Rosso-Team und hält dem Rennstall seitdem die Treue - abgesehen von einem halben Jahr bei Mutterteam Red Bull, nach dem er aber wieder in den Juniorrennstall degradiert wurde.

Seitdem hat er aber mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht und schon dreimal auf das Podest fahren können. Seine Sternstunde kam im Großen Preis von Italien 2020, als er seinen ersten und bislang einzigen Grand-Prix-Sieg feiern konnte.

"Ich bin stolz auf die Reise, die wir zusammen erlebt haben, und auf die Fortschritte, die wir gemacht haben", sagt Gasly über die vergangenen fünf Jahre.

Tost: "In Gruppe der besten Fahrer"

Teamchef Tost lobt: "Er ist definitiv in der Gruppe der besten und konkurrenzfähigsten Fahrer in der Formel 1 und hat seine Fähigkeiten in der gesamten Zeit bei uns unter Beweis gestellt. Pierre kann unzweifelhaft eine wichtige Rolle dabei spielen, dass das Team im kommenden Jahr eine erfolgreiche Saison haben wird."

"Es liegt an uns, ihn mit einem konkurrenzfähigen Auto auszustatten, sodass er weiter exzellente Ergebnisse abliefern kann", so Tost.

2022 lief es bislang aber noch nicht rund. Gasly konnte erst dreimal in die Punkte fahren und liegt mit 16 Zählern nur auf dem elften Gesamtrang. "Die neuen Regeln in diesem Jahr haben neue Herausforderungen für uns gebracht", sagt er. "Aber dass wir jetzt unsere Entwicklung mit dem Team für die kommenden 18 Monate planen können, ist eine gute Arbeitsgrundlage für die Zukunft."

Gaslys Teamkollege wird aller Voraussicht nach auch 2023 Yuki Tsunoda heißen, den Marko Anfang Juni im gleichen Atemzug praktisch ebenfalls bestätigt hatte. Die Tür für die fünf Red-Bull-Junioren in der Formel 2 - Liam Lawson, Jehan Daruvala, Dennis Hauger, Ayumu Iwasa und der aktuell suspendierte Jüri Vips - ist damit zu.

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