"Mein Lächeln sagt alles": Daniel Ricciardo kehrt nach vier Jahren zu Red Bu... - Bildquelle: Red Bull"Mein Lächeln sagt alles": Daniel Ricciardo kehrt nach vier Jahren zu Red Bull zurück © Red Bull

Jetzt ist es endgültig offiziell: Daniel Ricciardo kehrt 2023 als dritter Fahrer zu Red Bull zurück. Das hat das österreichisch-britische Team am Mittwoch bestätigt. "Es ist großartig, Daniel zurück in die Red-Bull-Familie zu bringen", sagt Teamchef Christian Horner. "Er besitzt enormes Talent und ist ein toller Charakter. Ich weiß, dass die ganze Fabrik aufgeregt darüber ist, dass er jetzt nach Hause kommt."

Helmut Marko hatte schon in Brasilien und Abu Dhabi angedeutet, dass man mit Ricciardo in Verhandlungen steht. Zum Abschluss gebracht wurden diese aber erst jetzt. Davor hatte McLaren die Zusammenarbeit mit dem Australier per Saisonende beendet, nachdem die Leistungen in den vergangenen beiden Jahren nicht den Erwartungen entsprochen hatten.

"Mein Lächeln sagt alles", sagt Ricciardo anlässlich der Bekanntgabe. "Ich bin begeistert, als dritter Fahrer nach Hause zu kommen. Ich habe so viele schöne Erinnerungen an meine Zeit hier, und die Begrüßung durch Christian, Dr. Marko und das gesamte Team ist etwas, was ich sehr zu schätzen weiß."

Interessant: In der offiziellen Presseaussendung von Red Bull heißt es, Ricciardo kehre als "THE third driver" zurück, also als DER dritte Fahrer (statt "A third driver"). Zuvor hatte es im Paddock stets geheißen, er werde neben Liam Lawson nur eine Rolle als Simulator- und Testfahrer einnehmen. Was wiederum an anderer Stelle indirekt bestätigt wird.

Denn von einer Rolle als Ersatzfahrer, sollte sich einer der Stammpiloten verletzen, ist in der Red-Bull-Mitteilung zumindest explizit keine Rede: "Daniel wird das Team mit Test- und Simulatorarbeit sowie bei kommerziellen Aktivitäten unterstützen", heißt es darin. Was etwaige Renneinsätze im Fall der Fälle natürlich trotzdem nicht kategorisch ausschließt.

Kommt Ricciardo sogar als Rennfahrer zurück?

Denn auch wenn Helmut Marko das zuletzt ausgeschlossen hat, ranken sich im Internet weiterhin Spekulationen, dass Ricciardo einspringen könnte, falls sich das beschädigte Verhältnis zwischen Max Verstappen und Sergio Perez über den Winter nicht mehr reparieren lässt. "Monacogate" und die verweigerte Teamorder in Brasilien lassen grüßen.

Derzeit sind das nur Spekulationen, die sich nicht mit Belegen untermauern lassen. Bei Red Bull wird zu den Vorfällen, die die Spannungen heraufbeschworen haben, beharrlich geschwiegen. Aber das Fachportal 'F1-Insider.com' schreibt: "Max Verstappen ist alles andere als glücklich mit seinem aktuellen Teamkollegen. Er wünscht sich Daniel Ricciardo zurück."

Unabhängig davon ist Ricciardos Aufgabenstellung klar definiert. Horner erklärt diese: "Als Test- und dritter Fahrer kann uns Daniel bei der Weiterentwicklung des Autos helfen und diese diversifizieren. Er wird dem Team mit seinem Wissen darüber, was notwendig ist, um in der Formel 1 Erfolg zu haben, assistieren."

Ricciardo, 33, hatte Red Bull Ende 2018 in Richtung Renault verlassen. Bereits nach nur einer Saison unterschrieb er einen Vertrag bei McLaren, ehe seine zweite Saison bei Renault erfolgreicher zu Ende ging als die erste. Bei McLaren konnte er jedoch nicht an frühere Erfolge anknüpfen, vom überraschenden Sieg in Monza 2021 einmal abgesehen.