Logan Sargeant hate sich endgültig das Williams-Cockpit gesichert - Bildquelle: Motorsport ImagesLogan Sargeant hate sich endgültig das Williams-Cockpit gesichert © Motorsport Images

Die ohnehin nur theoretische letzte Chance von Mick Schumacher auf ein Renncockpit in der Formel-1-Saison 2023 ist am Sonntag geplatzt. Nach Rang fünf im Hauptrennen der Formel 2 beim Saisonfinale beendet Logan Sargeant die Meisterschaft auf Gesamtrang vier und holte damit mehr als ausreichend Punkte zur Erlangung der Superlizenz.

Damit steht fest, dass der US-Amerikaner in der nächsten Saison für Williams fahren wird. Das britische Team hatte Sargeant bereits bestätigt, allerdings erfüllte er noch nicht die formalen Voraussetzungen für den "Formel-1-Führerschein".

Mit seinen Teilnahmen an den Freien Trainings in Austin, Interlagos und Abu Dhabi hatte Sargeant sein Konto auf 30 Punkte aufgestockt. Für Rang vier in der Formel 2 2022 erhält er nun weitere 30 Zähler und liegt damit deutlich über den für den Erhalt der Superlizenz notwendigen 40 Punkten.

Licht und Schatten für die Freitagstester

Auf die beiden Zusatzpunkte, die er erhält, weil er in der Formel-2-Saison 2022 keine Strafpunkte kassiert hat, ist Sargeant somit gar nicht angewiesen.

Während Sargeant der Druck, das für die Superlizenz notwendige Ergebnis einzufahren, im Verhalten auf der Rennstrecke durchaus anzumerken war, schienen einige seiner Formel-2-Kollegen, die am Freitag ebenfalls im ersten Freien Training zum Einsatz gekommen waren, regelrecht beflügelt.

Red-Bull-Junior Liam Lawson gewann am Samstag das Sprintrennen und fuhr im Hauptrennen auf Rang drei ins Ziel. Dadurch verdrängte der Neuseeländer, der im nächsten Jahr in der japanischen Super Formula fahren wird, Sargeant noch von Meisterschaftsrang drei.

Doohan hat ein Rad ab

Der bereits als Meister feststehende Aston-Martin-Ersatzfahrer Felipe Drugovich verabschiedete sich mit den Plätzen drei im Sprint- und zwei im Hauptrennen ebenfalls standesgemäß aus der Formel 2.

Unglücklich endete die Saison für Alpine-Junior Jack Doohan. Der Sohn des fünfmaligen Motorrad-Weltmeisters Mick Doohan hatte das Hauptrennen am Sonntag lange angeführt. Nach dem Pflichtboxenstopp verlor der Australier dann aber das nicht ordnungsgemäß befestigte linke Vorderrad und musste sein Auto abstellen.

Seine Virtuosi-Mannschaft dürfte deshalb eine empfindliche Strafe treffen, denn das lose Rad rollte in gefährlicher Weise über die Strecke. Mehrere Fahrer mussten ausweichen, um eine Kollision zu vermeiden.

Tatiana Calderon, die einzige Dame im Formel-2-Feld, erlebte bei ihrer Rückkehr ins Cockpit nach der in Monza erlittenen Handverletzung ein schwieriges Rennwochenende und beendete die beiden Rennen auf den Positionen 20 beziehungsweise 18 .