Sebastian Vettel - Bildquelle: Motorsport ImagesSebastian Vettel © Motorsport Images

München/Austin - Austin gilt als liberale Hochburg mitten im konservativen Texas. Wie liberal, das hat Sebastian Vettel am Freitag während des Trainings zum Grand Prix der USA gemerkt. Denn zwischen Benzingeruch und verbranntes Gummi mischte sich ein feiner Hauch eines Aromas, das normalerweise ganz und gar nicht ins Fahrerlager gehört ...

"Sag, ist Marihuana in Texas eigentlich legal?", will der Ferrari-Star, das zweite Trainings ist gerade rum, von "Sky"-Reporter Ted Kravitz wissen. Kravitz springt sofort auf den Einwand an und sagt: "Ich weiß! In der Boxengasse haben wir uns auch gewundert. Da hat doch wirklich einer was gekifft!"

"Weed, not weird!"

"Wie verrückt! Kurve 1 und Kurve 11", grinst Vettel - und packt seinen allerfeinsten Kiffer-Slang aus, als er im jamaikanisch angehauchten Englisch sagt: "Jesus, Man!" Die Sache sei "weird" gewesen fügt Kravitz an. Was Vettel lächelnd kontert: "Weed, not weird!" Zur Erklärung: "Weed" steht im Deutschen für Gras, "weird" für merkwürdig.

Kravitz kann es kaum glauben: "Du hast es auch gerochen." Vettel unterstreicht: "Ja, sogar im Auto." Worauf der TV-Mann grinst: "Ich hoffe nur, dass du jetzt nicht zum Dopingtest musst. Sonst steckst du echt in Schwierigkeiten!"

Übrigens: Der Konsum von Cannabis ist in Texas nicht legal. Für den Besitz drohen theoretisch 180 Tage im Gefängnis und Geldstrafen bis zu 2.000 US-Dollar - sowie der Entzug des Führerscheins. Praktisch wird der Besitz von kleinen Mengen von der Polizei in Austin aber seit Jahren recht kulant gehandhabt.

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