George Russell im Mercedes W13 beim Italien-Grand-Prix der Formel 1 2022 in ... - Bildquelle: Motorsport ImagesGeorge Russell im Mercedes W13 beim Italien-Grand-Prix der Formel 1 2022 in Monza © Motorsport Images

Sechs Chancen hat Mercedes noch in der Formel-1-Saison 2022, um einen Grand-Prix-Sieg zu erzielen. Und Singapur ist die vielleicht beste Möglichkeit. "Die Strecke sollte unserem Auto liegen", meint Mercedes-Fahrer George Russell.

Doch Papierform und Realität hätten in der aktuellen Saison schon mehrfach nicht übereingestimmt. "Wenn wir aber an die Stadtkurse in Monaco und Aserbaidschan zurückdenken: Da kam unser Auto mit den Bodenwellen nicht so gut zurecht", sagt Russell. "Wir wissen also nicht genau, was uns [in Singapur] erwartet."

Die "Erfahrung der bisherigen Saison" lässt laut Mercedes-Technikchef Mike Elliott allerdings darauf schließen, "dass Singapur eher so läuft wie Budapest und Zandvoort". Auf den kurzen und kurvenreichen Strecken hatte sich Mercedes gut verkauft, war in Budapest mit Russell sogar auf die Poleposition und in den Rennen jeweils unter die Top 3 gefahren.

Lewis Hamilton denkt "realistisch" vor Singapur

Nun also der Marina Bay Circuit in Singapur, eine "holprige Strecke", meint Elliott. "Sie wird uns vor gewisse Herausforderungen stellen, aber die Kurven dürften unserem Auto liegen. Hoffentlich kriegen wir dort also ein gutes Ergebnis hin."

Lewis Hamilton will aber nicht zu viel erwarten. Mercedes müsse "realistisch" in die verbleibenden Saisonrennen gehen, denn Red Bull sei "beinahe unschlagbar", so erklärt er. "Es braucht schon etwas Grandioses, um vor diesem Auto anzukommen. Denn leistungsmäßig liegen sie klar vor allen anderen."

Mercedes sei es bisher nicht gelungen, den Rückstand auf Red Bull wettzumachen. "Und wir kriegen auch keine Updates mehr, womit wir sie überholen könnten", sagt Hamilton. Seine Schlussfolgerung: "Wir bräuchten also etwas Glück."

Was hat Red Bull noch in der Hinterhand?

Die jüngsten Rennen hätten andererseits auch gezeigt, dass es "nicht unmöglich" sei, im Rennen gegen Red Bull zu bestehen. "In Budapest hätten wir sie möglicherweise schlagen können", meint Hamilton.

Unklar sei jedoch, wie viel Max Verstappen im Zweifel noch in der Hinterhand habe. Er wirke an der Spitze fahrend "ganz gelassen", sagt Hamilton. "Man weiß nie, wie seine wahre Pace aussehen könnte. Also schauen wir mal."