Maximilian Günther hält sich in seiner Allgäuer Heimat fit. - Bildquelle: BMW AGMaximilian Günther hält sich in seiner Allgäuer Heimat fit. © BMW AG

München - Maximilian Günthers zweite Saison in der Formel E begann verheißungsvoll. Neu im Team von BMW i Andretti Motorsport kürte sich der 22-Jährige im dritten Rennen in Chile zum jüngsten Formel-E-Sieger aller Zeiten. Nur zwei Rennen später stand er als Zweitplatzierter in Marokko erneut auf dem Podium.

Aktuell kann der Deutsche wie seine Fahrerkollegen auch nur abwarten, bis er in seinem BMW iFE.20 wieder Gas geben darf. Zuletzt musste die Formel E die Aussetzung ihrer Saison 2019/20 wegen anhaltender Corona-Beschränkungen bis Ende Juni verlängern. Damit liegt auch der Berliner E-Prix für unbestimmte Zeit auf Eis.

Virtuelle Formel E: "Die einzige Chance auf Rennen"

Ab diesem Wochenende hat Günther aber zumindest die Gelegenheit, virtuell wieder in den Rennwagen zu steigen. Denn dann startet die digitale Version der Formel E mit einer Test Round in ihre Saison. "Ich freue mich sehr auf das erste virtuelle Formel-E-Rennen", blickt der Deutsche auf den virtuellen Schlagabtausch voraus.

"Das ist im Moment die einzige Möglichkeit, die wir haben, wirklich Rennen zu fahren. Für mich war das Sim-Racing völliges Neuland, denn die einzigen Simulatoren, die ich kannte, waren professionelle Rennsimulatoren wie der bei BMW Motorsport. Vor wenigen Wochen bin ich dann ganz spontan mein erstes Sim-Rennen gefahren."

Dabei sei Günther auf den Geschmack gekommen. "Es läuft seitdem gut, macht wirklich Spaß und hält mich in der Tat im Rennmodus", sagt er. "Nun werde ich alles geben, um auch im virtuellen BMW iFE.20 den Fans zuhause eine tolle Show zu bieten." Insgesamt neun Rennen sind geplant, es sollen Gelder für Unicef gesammelt werden.

Wenn Günther auf die bisherige Saison zurückblickt, kann er nur Positives berichten: "Ich fühle mich sehr wohl im BMW i Andretti Motorsport Team. Wir haben einen fantastischen Start in die Saison hingelegt. Der Speed war von den Testfahrten an sehr gut." Das bestätigte sich in den Rennen von Santiago und Marrakesch eindrücklich.

Günther steht mit BMW-Team in engem Kontakt

"Natürlich würde ich gerne so bald wie möglich wieder zurück auf die Rennstrecke, um an diese Leistungen anzuknüpfen. Aber das liegt nicht in unserer Hand. Im Moment gibt es einfach viel Wichtigeres als Rennsport. Alles, was wir tun können ist, uns so gut wie möglich auf den Moment vorzubereiten, in dem die Saison weitergeht."

Zwar seien die Trainingsmöglichkeiten im Moment naturgemäß etwas eingeschränkt. "Aber das ist im Vergleich zu dem, was gerade in der Welt geschieht, natürlich eine winzige Einschränkung", sagt der 22-Jährige. "Ich denke, dort wo ich lebe, kann ich mit der Situation im Vergleich zu sehr vielen anderen Menschen wirklich gut umgehen."

Günther ist aktuell bei seinen Eltern in Rettenberg im Allgäu. Dort darf er im Rahmen der geltenden Bestimmungen zum Sport raus in die Natur. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil: "Zu Hause in den Bergen lade ich meine Batterien wieder auf." Auch Indoor könne er im Haus seiner Eltern besser trainieren als in seiner Wohnung in Kempten.

"In diesem Punkt habe ich es in meiner Heimat also noch vergleichsweise gut, wofür ich sehr dankbar bin. Über das Fitnesstraining hinaus nutze ich wie viele andere auch die moderne Kommunikation, um engen Kontakt zum Team zu halten." Denn trotz der Zwangspause steht die Entwicklung nie still, betont der BMW-Pilot.

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