Jaguar I-PACE eTrophy - Bildquelle: JaguarJaguar I-PACE eTrophy © Jaguar

München - Am 15. Dezember erfolgte der Startschuss zur neuen Jaguar I-PACE eTrophy. ran.de zeigt sämtliche Qualifyings und Rennen im Livestream.

Doch wie läuft der neue Markenpokal, der im Rahmenprogramm der Formel E ausgetragen wird, überhaupt ab? Rennformat, Teilnehmer, Punkte, Regeln: ran.de zeigt, wie die neue Rennserie funktioniert.

Wie viele Rennen werden ausgetragen? Insgesamt finden zehn Rennen im Rahmen der Formel E statt (Hier geht es zum Rennkalender). Am 25. Mai macht die Serie auch in Berlin Station. Eine Besonderheit gibt es dabei: Wie die Elektroserie trägt auch die I-PACE eTrophy beim Finale in New York zwei Läufe aus. 

Wie läuft ein Rennwochenende ab? In der Regel finden an einem Rennwochenende zwei Trainingssessions statt, die jeweils 30 Minuten dauern. In dieser Zeit können sich die Fahrer an die Strecke gewöhnen und ihr Auto abstimmen.

Die Startaufstellung für das Rennen wird anschließend in einer weiteren Session ermittelt. Das Qualifying dauert ebenfalls 30 Minuten und der Modus ist simpel und bekannt: Die jeweils schnellste Zeit der Fahrer wird für die Startaufstellung herangezogen.

Die Rennen werden in einer bestimmten Zeit ausgeführt: 25 Minuten plus eine Runde dauert ein Lauf der I-PACE eTrophy. Heißt: Ist die Zeit abgelaufen, wird anschließend noch eine letzte zusätzliche Runde gefahren, ehe die karierte Flagge geschwenkt wird.

Wie viele Punkte werden vergeben? In der Jaguar I-PACE eTrophy gibt es zwei Gruppen von Fahrern, die auf Basis ihrer Renn-Erfahrung gebildet werden: die höherklassigen Pro Driver und die Pro-Am Driver mit etwas weniger Erfahrung. Jede Fahrergruppe erhält eigene Punkte nach dem Schema 20, 15, 11, 8, 6, 5, 4, 3, 2 für die ersten neun Piloten der jeweiligen Gruppe. Der zehntplatzierte Pro-Am Driver erhält noch einen Punkt. Bei den Pro Drivers bekommen alle weiteren Piloten, die ab Platz zehn das Ziel erreichen, einen Punkt. Hinzu kommen jeweils ein Zähler für die Pole Position und die schnellste Rennrunde.

Was bekommen die Fahrer? Der Gesamtsieger in der Pro-Division erhält eine Limited Edition eines I-PACE als Straßenversion, dazu einen Test in einem Formel-E-Auto. Der Zweite erhält 30.000 Pfund, der Dritte 20.000 Pfund. 

In der Pro-Am-Klasse gibt es für die drei Erstplatzierten 30.000, 20.000 sowie 10.000 Pfund Preisgeld. 

Wie viele Teams und Autos fahren mit? Beim Saisonauftakt sind sechs Teams mit insgesamt zehn Fahrern am Start. Für das deutsche Viessmann Jaguar eTrophy Team Germany fährt die Französin Célia Martin (Hier geht es zum Team Germany). Daneben tritt der US-amerikanische Rennstall Rahal Lettermann Racing (RLR) mit Katherine Legge und Brian Sellers an.

Simon Evans, der Bruder von Jaguars Formel-E-Fahrer Mitch Evans, startet für das Team Asia New Zealand. Sergio Jimenez und Bueno Caca fahren für Jaguar Brazil Racing, Yaqi Zhang und Wang Tao für das Team China sowie Ahmed Bin Khanen und Bandar Alesayi für Saudi Racing.

Beim Auftaktrennen ist zudem noch eine Gaststarterin dabei: Die Britin Alice Powell sitzt im sogenannten Jaguar VIP Car. Sie fährt außerhalb der Wertung.

Kommen im Rennen Besonderheiten zum Einsatz? Nein, es geht um pures Racing ohne großen Schnickschnack, der Fahrer steht im Mittelpunkt.  

Einen Pflichtboxenstopp gibt es nicht (aber natürlich kann ein Stopp eingelegt werden, falls nötig), nachgeladen werden darf der Elektrobolide auch nicht.  

Einen Extra-Boost durch ein Fan-Voting oder den neuen Attack-Mode wie in der Formel E gibt es in der I-PACE eTrophy ebenfalls nicht.

Was dürfen die Fahrer während der Rennen nicht machen? Der vom Serienfahrzeug abgeleitete Tourenwagen hält viel aus, mehr als zum Beispiel ein Formelauto, das mit viel Aerodynamik ausgestattet ist. Zum Vergleich: Im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) gehört der gegenseitige Lackaustausch zur Faszination, ein Anlehnen ist erwünscht.

Gut möglich also, dass Zweikämpfe in der I-PACE eTrophy auf der Strecke ein wenig großzügiger betrachtet werden. Aber klar: Wildes Rammen oder sonstiges Verhalten, das nicht den üblichen Regeln auf einer Rennstrecke entspricht, ist nicht erlaubt. Die Stewards und der Renndirektor entscheiden, ob es ein Vergehen war und welche Folgen die Vergehen haben.

Gibt es Strafen für irgendwelche Vergehen? Oh ja. Der Strafenkatalog ist so dick wie in jeder anderen Rennserie auch. Die Palette reicht dabei je nach Vergehen von Geldstrafen über Verwarnungen, Durchfahrtsstrafen und Disqualifikationen bis hin zu Rennsperren oder einem kompletten Ausschluss von der Meisterschaft. Dabei geht es nicht nur um das Verhalten auf, sondern auch abseits der Strecke.

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