Frenzel war in den WM-Einzelrennen zweimal Vierter - Bildquelle: AFPSIDCHRISTOF STACHEFrenzel war in den WM-Einzelrennen zweimal Vierter © AFPSIDCHRISTOF STACHE

Frankfurt am Main (SID) - Rekordweltmeister Erik Frenzel hält die mediale Kritik an den deutschen Kombinierern nach der Heim-WM in Oberstdorf für deutlich überzogen. "Ich fand es sehr unverhältnismäßig, wie über uns berichtet wurde", sagte der 32-Jährige der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "Am Ende kommt auch immer ein Quäntchen Glück hinzu. Wir haben zwei Medaillen gewonnen. Die unverhältnismäßig negative Berichterstattung war für mich nicht angebracht und nicht fair."

Die deutschen Kombinierer hatten in Oberstdorf eine Einzelmedaille verpasst, mit zwei Medaillen aus den Teamevents stand am Ende die schlechteste Bilanz seit 1999. "Das ist kein Fiasko. Ein Fiasko wäre es für mich gewesen, wenn man nicht im Ansatz Medaillenchancen gehabt hätte", sagte Frenzel. Das Team habe sich "im Vergleich zur vergangenen Saison deutlich gesteigert".

Jedoch sei klar, dass einige deutsche Athleten unter ihren Möglichkeiten blieben. "Jeder hatte den Anspruch, mehr zu leisten. Bei einigen im Team wäre das Potenzial da, weiter vorne zu sein. Dass wir es nicht geschafft haben, ist ein Punkt, den wir uns zu Herzen nehmen und ordentlich analysieren", sagte Frenzel. Schon beim Weltcupfinale am Samstag und Sonntag in Klingenthal sollen wieder Podestplätze her.

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