Fünf Monate Haft auf Bewährung bekommen: Max Hauke - Bildquelle: AFPSIDFRANCK FIFEFünf Monate Haft auf Bewährung bekommen: Max Hauke © AFPSIDFRANCK FIFE

Köln (SID) - Acht Monate nach der "Operation Aderlass" bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld hat das Landgericht Innsbruck den ehemaligen Skilangläufer Max Hauke wegen gewerbsmäßigen schweren Sportbetrugs zu fünf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Dies berichtet die Tiroler Tageszeitung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, der 27-Jährige hatte sich zuvor teilweise schuldig bekannt. 

Hauke hatte zugegeben, sowohl Wachstumshormone genommen als auch Blutdoping betrieben zu haben. Eine erste Blutabnahme sei im April 2016 erfolgt. Der Kontakt zum deutschen Sportmediziner Mark S., der im Mittelpunkt der Dopingaffäre steht, sei über seinen Landsmann Johannes Dürr entstanden. Dürr, ebenfalls Langläufer, hatte als Kronzeuge die Affäre ins Rollen gebracht, danach aber erneutes Doping gestanden. 

"Ich habe entschieden, dass ich dope. Diese Entscheidung traf ich alleine, es war meine Idee", sagte Hauke laut Tiroler Tageszeitung vor Gericht. Er habe Marks S. pro Saison 10.000 Euro für die Doping-Behandlung bezahlt. Das Geld sei in bar bei verschiedenen Treffen übergeben worden.

Gedopt habe er alleine aufgrund der Heim-WM in Seefeld. "Ich wusste, ich habe Talent, und ich glaubte, was mir auf die Spitze fehlt, ist Doping", sagte er: "Seefeld war ein Traum." Hauke erklärte seine Karriere für beendet.

Hauke, der bei der Razzia in Seefeld Ende Februar mit einer Bluttransfusion im Arm ertappt worden war, hatte eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren gedroht. Auch Haukes Langlauf-Kollege Dominik Baldauf ist angeklagt.