Die 3. Etappe führt die Fahrer von Binche nach Epernay - Bildquelle: AFPSIDMARCO BERTORELLODie 3. Etappe führt die Fahrer von Binche nach Epernay © AFPSIDMARCO BERTORELLO

Binche (SID) - 3. Etappe (Montag, 8. Juli): Binche/Belgien - Epernay (215 km)

Zwei Tage befand sich Brüssel im Radsport-Fieber, am Montag kehrt das Spektakel der 106. Tour de France der Hauptstadt und ganz Belgien nach dem Grand Depart den Rücken. Der Startschuss erfolgt in Binche und damit zwar noch im Nachbarland Frankreichs, doch schon nach zehn der insgesamt 215 Kilometern des Tages überquert das Fahrerfeld die Grenze. Bis zum Ziel in Paris wird die Tour keinen weiteren Abstecher ins Ausland machen.

Die Streckenführung bietet im Finale Potenzial für Spannung. Nach einem weitgehend flachen Verlauf entwickelt der Kurs auf den letzten 50 km einen Klassiker-Charakter, vier Anstiege, davon drei der dritten Kategorie, müssen bewältigt werden.

Ein Sprint Royal, also ein klassischer Massensprint, ist eher unwahrscheinlich - und wäre auch risikobehaftet. Die Organisatoren haben im Finale mehrere 90-Grad-Kurven eingebaut, die die Sturzgefahr erhöhen. 

Im Startort Binche macht die Tour erstmals Station. Wie in weiten Teilen Belgiens schlägt auch hier ein Herz für den Radsport, 2013 und 2017 erfolgte in Binche der Startschuss für den Klassiker Fleche Wallonne. Wer sich für eine lange Radtour stärken will, greift am besten zur örtlichen Spezialität Double de Binche, mit Käse gefüllten Crepes.

Epernay ist zum zweiten Mal Zielort. Bei der Etappe der Tour 1963 sorgte vor allem der Sturz des späteren Gesamtsiegers Jacques Anquetil für Gesprächsstoff. Der Tagessieger sollte mit einem Glas Champagner anstoßen: Epernay ist eines der Hauptzentren der Produktion des edlen Schaumweins.

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