Nach dem dänischen Finale geht es in Frankreich weiter - Bildquelle: AFP/SID/ANNE-CHRISTINE POUJOULATNach dem dänischen Finale geht es in Frankreich weiter © AFP/SID/ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

Kopenhagen (SID) - 3. Etappe: Vejle - Sönderborg (182 km)

Das dänische Finale der 109. Tour ist auch ein Geschenk für die deutschen Radsport-Fans: Der Zielort Sönderborg liegt nur eine halbe Autostunde von der Nordgrenze der Bundesrepublik entfernt, den Katzensprung aus Flensburg und Umgebung werden an einem Sonntag viele Velo-Freunde wagen.

Vor dem ersten Ruhetag - am Dienstag geht es 900 Kilometer entfernt in Dünkirchen weiter - dürften die Sprinter wieder in den Mittelpunkt rücken. Die stramm südwärts führende Strecke ist weniger windanfällig als am Vortag, die drei Bergwertungen der niedrigsten Kategorie sind zu vernachlässigen. Das Finale führt allerdings 800 Meter vor dem Ziel durch eine 100-Grad-Kurve - Sturzgefahr!

Die Startstadt Vejle, deren Ursprünge bis auf den den legendären König Harald Blauzahn zurückgehen, ist Verwaltungssitz der Region Süddänemark. Der dortige Fußball-Klub Vejle BK gehört zu den großen Talentschmieden im dänischen Fußball, doch wurden unter anderem die späteren Bundesliga-Stars Allan Simonsen, Ulrik Le Fevre und Johnny Hansen ausgebildet. 

Das westlich gelegene Jelling, welches das Peloton kurz nach dem Start passiert, gilt als die Wiege der dänischen Nation, dort wurde eine Besiedlung seit der Bronzezeit nachgewiesen. Zielort Sönderborg an der Flensburger Börde gehörte von 1864 bis 1920 zu Preußen, ab 1871 damit zum Deutschen Reich. Noch heute lebt im Wirtschaftszentrum Südjütlands eine erhebliche deutschsprachige Minderheit.

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