Lea Sophie Friedrich gewinnt mit Emma Hinze Silber - Bildquelle: PIXATHLONPIXATHLONSIDLea Sophie Friedrich gewinnt mit Emma Hinze Silber © PIXATHLONPIXATHLONSID

Köln - Die Nachwuchsfahrerinnen Lea Sophie Friedrich (Dassow) und Emma Hinze (Cottbus) haben dem Bund deutscher Radfahrer zum Auftakt der Bahnrad-Europameisterschaften im niederländischen Apeldoorn die erste Medaille beschert. Das neuformierte Duo verlor zwar im Finale des Teamsprints klar gegen Vize-Weltmeister Russland, sicherte sich mit Silber aber das erste gemeinsame Edelmetall. Gastgeber Niederlande holte die Bronzemedaille.

Die 19-jährige Friedrich und die 22-jährige Hinze gelten als Nachfolgerduo für die seit einem Trainingsunfall querschnittsgelähmte Kristina Vogel und die mittlerweile zurückgetretene Miriam Welte, die gemeinsam 2012 Olympiagold und 2016 Olympiabronze gewonnen hatten. Bei der WM 2019 und der EM 2018 war Hinze mit Welte zu Bronze gefahren.

Vierer der Frauen in glänzender Verfassung

Bei ihrem erst zweiten gemeinsamen Auftritt sammelten Friedrich und Hinze außerdem wichtige Punkte für die Qualifikation zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio. Neben der Heim-Weltmeisterschaft in Berlin (26. Februar bis 1. März) ist die EM der wichtigste Wettbewerb für die zur Olympia-Qualifikation relevante Nationenwertung.

Das stark ersatzgeschwächte Männertrio verpasste knapp eine Medaille, sammelte im Teamsprint als Vierter aber ebenfalls wichtige Punkte für die Nationenwertung. Maximilian Dörnbach (Heiligenstadt), Eric Engler und der nach über einem Jahr Pause in die Nationalmannschaft zurückgekehrte Maximilian Levy (beide Cottbus) verloren im kleinen Finale mit vier Zehntelsekunden Rückstand gegen Frankreich. Einzel-Europameister Stefan Bötticher (Magen-Darm-Probleme) und der frühere Weltmeister Joachim Eilers (Verengung der Luftwege/beide Chemnitz) mussten kurz vor den Titelkämpfen passen.

Der Vierer der Frauen präsentierte sich in der Mannschaftsverfolgung ebenfalls in glänzender Verfassung. Bereits in der Qualifikation fuhren Franziska Brauße (Metzingen), Lisa Brennauer (Durach), Lisa Klein (Saarbrücken) und Mieke Kröger (Bielefeld) in 4:18,567 Minuten einen deutschen Rekord, den sie kurz darauf in der K.o-Runde auf 4:16,328 verbesserten. Deutschland trifft am Donnerstag im Finale auf Olympiasieger Großbritannien.

Die deutschen Herren verpassten dagegen das kleine Finale. Felix Groß (Feuchtwangen), Theo Reinhardt (Berlin), Domenic Weinstein (Villingen-Schwenningen) und Nils Schomber (Neuss) verbesserten in 3:53:974 zwar ebenfalls den deutschen Rekord, qualifizierten sich aber als Fünfte nicht für die Medaillenrennen.

Im nicht-olympischen Ausscheidungsfahren fuhr Maximilian Beyer (Nordhausen) beim Sieg von Elia Viviani auf Rang zehn. Charlotte Becker (Datteln) belegte im Scratch-Rennen als 21. den letzten Platz.

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