Thomas de Gendt gewann die achte Tour-Etappe - Bildquelle: AFPSIDMARCO BERTORELLOThomas de Gendt gewann die achte Tour-Etappe © AFPSIDMARCO BERTORELLO

Brioude (SID) - Der Fluchtplan des Ausreißerkönigs der Tour de France umfasst drei Punkte und verspricht fette Beute. "Nicht denken. Nicht kalkulieren. Einfach fahren", sagt Thomas De Gendt: "Das ist das Beste, das man machen kann." 

Wagnisse mit geringer Aussicht auf Erfolg, stundenlange Fluchten vor dem heraneilenden Rest des Feldes, im Zweifel auch als Einzelkämpfer - das ist die große Stärke des belgischen Radprofis. Auf der achten Etappe der Tour 2019 zahlte sie sich aus.

Fast die gesamte Streckenlänge von 200 km verbrachte der Belgier vom Team Lotto-Soudal am Samstag in einer Ausreißergruppe. Bereits zum zweiten Mal bei der 106. Frankreich-Rundfahrt hatte sich De Gendt davongestohlen, dieses Mal mit Erfolg. "70 km vor dem Ziel habe ich realisiert, dass es reichen kann. Danach habe ich nur noch Vollgas gegeben."

Für De Gendt war es der zweite Tour-Etappensieg der Karriere. 2016 hatte er die Bergetappe zum Mont Ventoux gewonnen - natürlich als Ausreißer. "Diesen Sieg bewerte ich aber höher", sagte De Gendt am Samstag. Auch beim Giro d'Italia und der Vuelta in Spanien hat der 32-Jährige schon triumphiert.

"Thomas nutzt die Chancen, wenn sie auf dem Tisch liegen", sagt sein deutscher Teamkollege Roger Kluge, der selbst immer wieder überrascht ist von De Gendts Attacken. "Meist ist es so: Wenn er vor dem Start sagt, dass er nicht in die Gruppe geht, geht er in die Gruppe. Wenn er sagt, er hat schlechte Beine, dann gewinnt er." 

Die nächste Flucht des Thomas De Gendt ist nur eine Frage der Zeit.

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