Verteidigte das gelbe Trikot: Maximilian Schachmann - Bildquelle: AFPSIDALAIN JOCARDVerteidigte das gelbe Trikot: Maximilian Schachmann © AFPSIDALAIN JOCARD

Köln (SID) - Radprofi Maximilian Schachmann (Bora-hansgrohe) hat die 78. Auflage der Fernfahrt Paris-Nizza gewonnen und damit den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert. Der deutsche Straßenmeister aus Berlin verteidigte in der spannenden siebten und letzten Etappe erfolgreich das Gelbe Trikot des Gesamtführenden mit 18 Sekunden Vorsprung auf den Belgier Tiesj Benoot (Sunweb). Als zuvor letzter deutscher Fahrer hatte 2011 Tony Martin aus Cottbus beim prestigeträchtigen "Rennen zur Sonne" triumphiert. 

Der Etappensieg nach 166,5 km bei der Bergankunft in Valdeblore ging an den kolumbianischen Bergspezialisten Nairo Quintana (Arkea-Samsic). Der 26-jährige Schachmann, der die Führung im Gesamtklassement bereits nach der ersten Etappe ergattert hatte, kam 58 Sekunden später als Teil einer Verfolgergruppe auf Platz sechs ins Ziel. 

Der Tour-de-France-Fünfte Julian Alaphilippe aus Frankreich (Deceuninck-Quick Step) hatte in einer Ausreißergruppe zwischenzeitlich virtuell die Führung in der Gesamtwertung übernommen, musste dem strammen Tempo von Thomas de Gendt (Belgien/Lotto-Soudal) aber rund zehn Kilometer vor dem Ziel Tribut zollen. De Gendt hatte bis 2,5 Kilometer vor dem Ziel in Führung gelegen, war dann aber von Quintana eingeholt worden. 

Am Freitag hatten die Organisatoren aufgrund der Corona-Pandemie beschlossen, die Fernfahrt vor der Schlussetappe am Sonntag vorzeitig zu beenden. Spätestens nun dürfte der Profi-Radsport angesichts der Corona-Krise vorerst komplett stoppen - das Rennen in Frankreich war eines der letzten Sportevents, die noch ausgetragen werden.

Nach der längst bekannten Absage von Mailand-Sanremo (21. März) hatte die belgische Region Flandern am Donnerstag alle im März geplanten Sportveranstaltungen vor Publikum abgesagt, darunter das Traditionsrennen Gent?Wevelgem. Auch die Austragung der großen Klassiker Flandern-Rundfahrt (5. April) und Paris-Roubaix (12. April) erscheint aktuell undenkbar. Der Start des 103. Giro d'Italia in Ungarn fällt ebenfalls aus.

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