Georg Hackl (l.) wehmütig - Bildquelle: ÖRV/Ebermann/ÖRV/Ebermann/ÖRV/Ebermann/Georg Hackl (l.) wehmütig © ÖRV/Ebermann/ÖRV/Ebermann/ÖRV/Ebermann/

Köln (SID) - Rodel-Legende Georg Hackl hat sich zu den Hintergründen seines Wechsels in den Trainerstab des österreichischen Rodelverbandes (ÖRV) geäußert und sich dabei wehmütig gezeigt. "Ich habe es mir lange überlegt, da man mit so einer Entscheidung auch viele Freundschaften zurücklässt", sagte der 55-Jährige im Interview mit Sport1. 

"Es gibt im Leben keine neue Chance, wenn man nicht auch was verliert dabei ? sonst wäre es zu einfach, aber mich hat einfach die Herausforderung gelockt", so Hackl der zudem über den Abwerbungsprozess sprach: "Es ist kein Geheimnis, dass dieses Angebot schon seit mehreren Jahren von österreichischer Seite an mich herangetragen wird."

Auch aus finanzieller Sicht lohnt sich das Engagement für den dreifachen Olympiasieger: "Natürlich gab es auch eine Verbesserung von der Bezahlung, sonst wechselt man ja nicht." 

Der Hauptgrund für den Wechsel sei dies laut Hackl aber nicht gewesen: "Das Wichtigste war, dass für mich im Sommer mehr Freiräume entstehen." Da die Österreicher ihr Material von High-Tech-Firmen produzieren ließen, müsse der Trainer nun in der Saisonvorbereitung nicht mehr "von früh bis spät in der Werkstatt" stehen und hätte mehr Zeit fürs Privatleben.

Auf eine offene Kritik am deutschen Bob- und Schlittenverband (BSD) verzichtete Hackl: "Ich habe mit meinen Schützlingen immer an einem Strang gezogen. Den Rest möchte ich nicht thematisieren." 

Der Wechsel des Berchtesgadeners zum österreichischen Rodelverband ist seit Donnerstagmittag offiziell. "Mit der Verpflichtung von Georg Hackl ist eine Wunschpersonalie in Erfüllung gegangen", sagte ÖRV-Präsident Markus Prock. "Ich bin sehr froh, aber auch stolz, dass er sich für uns entschieden hat." Hackl soll seine Expertise insbesondere in Materialfragen einfließen lassen und erhält in Österreich einen Vertrag bis 2026.

Hackl war zuletzt bei den Olympischen Spielen in Peking für die deutschen Rodler als Trainer im Einsatz und dabei mitverantwortlich für den Gewinn aller vier Goldmedaillen. Er selbst holte in seiner Karriere drei olympische Gold- und zwei Silbermedaillen. Hinzu kommen drei Weltmeistertitel im Einsitzer.

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