Kein EM-Gold, nur ein schwacher siebter Platz für Loch - Bildquelle: PIXATHLONPIXATHLONSIDKein EM-Gold, nur ein schwacher siebter Platz für Loch © PIXATHLONPIXATHLONSID

Oberhof (SID) - Weltmeister Felix Loch (Berchtesgaden) hat auf seiner Paradebahn in Thüringen die erste Niederlage seit neun Jahren kassiert und damit den erhofften EM-Titel deutlich verpasst. Deutschlands Vorzeigerodler belegte am Samstag in Oberhof nur den schwachen siebten Rang, alter und neuer Europameister ist Semen Pawlitschenko. Der Russe gewann vor seinem Landsmann Roman Repilow und dem Letten Kristers Aparjods.

Bester Deutscher an einem für das Team von Bundestrainer Norbert Loch völlig enttäuschenden Tag war noch der Olympia-Dritte Johannes Ludwig (Oberhof) auf seiner Heimbahn. Im gleichzeitig als Weltcup gewerteten Rennen wurde der 32-Jährige Fünfter und verteidigte damit knapp seine Führung im Gesamtklassement. Mit 598 Punkten liegt er nun vor Pawlitschenko (588) und Loch (583), beim Saisonfinale in Sotschi (23./24. Februar) sind noch 200 Punkte zu gewinnen.

"Das internationale Feld ist verdammt eng. Mich wurmt es ein bisschen, dass sich gerade in Oberhof zwei Russen vorgeschoben haben", sagte Ludwig in der ARD: "In Sotschi ist jetzt alles möglich, die Russen sind aber die Favoriten."

Chris Eißler (Zwickau) belegte am Samstag den zehnten Rang, Sebastian Bley (Suhl) schloss als 13. ab. Max Langenhan (Friedrichroda) kam nicht über den 22. Platz hinaus.

Mit einem kleinen Fehler hatte Loch schon im ersten Lauf einige Hundertstel liegen lassen, im entscheidenden Durchgang blieb die erhoffte Aufholjagd aus. Damit verlässt er Oberhof erstmals seit 2010 nicht als Sieger, kaum eine Eisrinne liegt dem Berchtesgadener so sehr wie die Bahn am Rande des Thüringer Waldes: Acht Mal in Serie gewann er hier, zudem hatte Loch sich in Oberhof 2008 im Alter von 18 Jahren erstmals zum Weltmeister gekrönt.