Gastgeber Japan bekommt es im letzten Viertelfinale mit Südafrika zu tun.Gastgeber Japan bekommt es im letzten Viertelfinale mit Südafrika zu tun. ©

München - Die Vorrunde der Rugby-WM 2019 in Japan ist Geschichte, jetzt geht es ums Eingemachte - die K.o.-Spiele stehen an.

Nachdem in den ersten beiden Viertelfinal-Begegnungen bereits England und Australien sowie Neuseeland und Irland zwei Halbfinalisten austragen, bekommt es am Sonntag Wales mit Frankreich zu tun und WM-Gastgeber Japan kämpft gegen Südafrika um den Halbfinal-Einzug (ab 9:15 Uhr live auf ProSIeben MAXX und ran.de)

ran.de hat die wichtigsten Fakten zu den Mannschaften.

Wales vs. Frankreich - 20. Oktober ab 9:15 Uhr live auf ProSieben MAXX und ran.de

Zum 98. Mal treffen Wales und Frankreich auf Test-Match-Ebene aufeinander, die Waliser liegen in der Bilanz mit 50-44 Siegen (drei Unentschieden) vorne.

Bei Weltmeisterschaften begegneten sich beide Nationen nur einmal zuvor und die Franzosen setzten sich im Halbfinale 2011 mit 9:8 durch. Der walisische Kapitän Sam Warburton sah in der Partie in der 18. Minute die Rote Karte.

Seit der Niederlage bei der WM 2011 gewann Wales sieben der acht Test-Matches gegen Frankreich, nur die All Blacks bezwangen Les Bleus in diesem Zeitraum öfter (zehnmal).

Die Franzosen gehören zu den vier Nationen, die nie in der Gruppenphase bei Rugby-Weltmeisterschaften scheiterten (dazu Neuseeland, Australien und Südafrika) und sie setzten sich in sechs ihrer acht WM-Viertelfinalspiele durch - nur gegen England 1991 und Neuseeland 2015 kam das Aus.

Wales gewann erstmals seit 1987 (damals drei Siege) alle Partien in der Vorrunde einer Rugby-WM und mit dem aktuellen Lauf von vier Siegen in Folge in WM-Spielen ist der Rekord der Auswahl bereits eingestellt. 

Seit Jahresbeginn 2018 verloren die Franzosen sechs Test-Matches, in denen sie zur Pause in Führung lagen, das passierte keinem anderen Team in dieser Zeit. Darunter war auch die 19:24-Niederlage gegen Wales bei den Six Nations 2019, als Les Bleus zur Pause mit 16 Punkten vorne lagen (16:0) und noch verloren - in keinem anderen Spiel in der Geschichte dieses Wettbewerbs wurde nach einer so hohen Halbzeitführung noch verloren.

Alun Wyn Jones könnte mit seinem 19. WM-Einsatz einen neuen Rekord für einen Waliser aufstellen (Gethin Jenkins: 18) und er könnte mit seinem 141. Test-Match mit Brian O'Driscoll gleichziehen - nur Richie McCaw (148) und Sergio Parisse (142) haben auf dieser Ebene mehr Partien absolviert.

Nur Shane Williams legte bei einer Rugby-WM für Wales mehr Versuche (sechs bei der Endrunde 2007) als Josh Adams im laufenden Wettbewerb (fünf). Adams war in der Vorrunde der Spieler mit den meisten Clean Breaks (13).

Josh Adams legte acht Versuche im Jahr 2019, nur dreimal zuvor gelangen einem Waliser mehr Versuche in einem Kalenderjahr: Tom Shanklin elf im Jahr 2004, Ieuan Evans neun im Jahr 1994 und Shane Williams neun im Jahr 2008.

Gareth Davies legte im Gruppenspiel gegen Uruguay seinen siebten Versuch in einem WM-Spiel, das toppt bei Wales nur Shane Williams mit zehn Versuchen.

Japan vs. Südafrika - 20. Oktober ab 12:15 Uhr live auf ProSieben MAXX und ran.de

Japan und Südafrika treffen zum dritten Mal im Rahmen eines Test-Matches aufeinander. Die Japaner feierten bei der WM 2015 im englischen Brighton einen sensationellen 34:32-Sieg, die Springboks setzten sich zuletzt jedoch in einem Vorbereitungsspiel für die WM 2019 souverän mit 41:7 durch.

Der Sieg gegen Südafrika bei der WM 2015 war im 16. Anlauf der erste Erfolg der Japaner gegen einen Tier-1-Gegner bei einer Weltmeisterschaft. Seither gewannen die Japaner zwei ihrer drei Partien dieser Art (2019 gegen Irland und Schottland).

Japan gewann die vergangenen sechs Spiele bei Rugby-Weltmeisterschaften, nur Australien, Neuseeland, Südafrika und England haben jemals längere Siegesserien hingelegt.

Südafrika legte die meisten Versuche (27) und erzielte die meisten Punkte (185) in der Vorrunde des laufenden Turniers - die Japaner bringen es auf nicht einmal halb so viele Versuche (13).

Japan legte 559 Meter beim Sieg im Gruppenspiel gegen Schottland zurück und übertraf zum dritten Mal bei der WM 2019 die Marke von 500 Metern - das schafften sonst nur Südafrika und Australien.

Südafrika brachte alle 47 Einwürfe bei Gassen zum eigenen Mann in der Vorrunde und hatte als einziges Team in dieser Spielsituation eine makellose Bilanz.

Yu Tamura verzeichnete in der Vorrunde die meisten Kicks auf die Stangen (19) und vergebene Versuche dieser Art (acht). Seine Erfolgsquote von 70 Prozent liegt knapp unter dem xGK-Wert seiner Kicks (expected kicking success rate), der die Wahrscheinlichkeit berechnet, mit einem Kick aus diesen Positionen erfolgreich zu sein, und der in seinem Fall 72 Prozent betrug.

Japans Kotaro Matsushima legte fünf Versuche in der Vorrunde, Höchstwert neben dem Waliser Josh Adams. Matsushima legte zudem die zweitmeisten Meter zurück (350), schaffte die zweitmeisten Breaks (11) und lag bei den überspielten Gegnern (22) und den Carries (48) jeweils auf Rang vier.

Der Südafrikaner Cheslin Kolbe legte bei seinen Carries in der Gruppenphase im Schnitt 12,8 Meter zurück, Höchstwert aller Spieler mit mindestens zehn Carries vor dem Japaner Kenki Fukuoka (12,3 Meter).

Dem Japaner Kazuki Himeno gelangen fünf Jackal Turnovers (der Ball wird dem getackelten Spieler "geklaut") in der Gruppenphase, mehr als jedem anderen Spieler, darunter derer zwei beim wichtigen Sieg gegen Schottland.

Kenki Fukuoka konnte gegen Schottland als erster Japaner in drei Spielen in Folge bei Rugby-Weltmeisterschaften punkten - nur 13 Spielern aller Nationen gelang das in mehr Einsätzen am Stück.

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