Einer der wenigen Lichtblicke: Lena Dürr - Bildquelle: AFP/SID/SEBASTIEN BOZONEiner der wenigen Lichtblicke: Lena Dürr © AFP/SID/SEBASTIEN BOZON

Courchevel (SID) - Alpinchef Wolfgang Maier blickt äußerst selbstkritisch auf den Olympia-Winter der deutschen Skirennläufer zurück. "Zufrieden können wir definitiv nicht sein mit der Saison. Als Schulnote würde ich eine 3,5 geben", sagte Maier dem SID.

"Es gab Highlights und guten Sport, bei Olympia könntest du mit drei Medaillen heimgehen - immerhin eine haben wir erreicht", führte er aus und betonte: "Aber es gibt viele Herausforderungen, wo wir drüberschauen müssen." In der Breite sei es "einfach zu wenig".

Als "absolute Gewinnerin" sieht Maier Slalom-Ass Lena Dürr, "sie hatte eine Hammersaison. Viele hätten ihr das nicht mehr zugetraut, ich gebe gerne zu: Ich hatte auch Zweifel. Sie hat sich auch als Mensch extrem cool entwickelt und ist zur extremen Leaderin geworden."

Hinter Dürr, Kira Weidle und der jungen Emma Aicher sehe es bei den Frauen aber "brutal finster" aus, "das macht mir ein bisschen Kummer", sagte Maier: "Da stehen wir seit vier, fünf Jahren auf demselben Niveau. Wir müssen ganz klar hinterfragen, warum wir aus den Wenigen nicht mehr herausholen."

Einen "deutlichen Qualitätsverlust" sieht Maier bei den Abfahrern um die Vize-Weltmeister Andreas Sander und Romed Baumann: "Da müssen wir uns auf die Hinterbeine stellen, dass wir nicht in alte Zeiten zurückfallen."

Hoffnung macht Maier die zur kommenden Saison erwartete Rückkehr von Thomas Dreßen. "Wir bauen zu 100 Prozent auf die Größe Dreßen, in alter Stärke", sagte er zuversichtlich.

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