Training in der Schweiz: Skirennläufer müssen umplanen - Bildquelle: AFP/SID/FABRICE COFFRINITraining in der Schweiz: Skirennläufer müssen umplanen © AFP/SID/FABRICE COFFRINI

München (SID) - Die besten Skirennläufer der Welt sind in ihrer Vorbereitung auf die kommende WM-Saison vom anhaltenden Klimawandel eingeholt worden. Weil ab dem kommenden Freitag der Sommerskibetrieb auf dem Gletscher oberhalb von Zermatt im Schweizer Kanton Wallis auf unbestimmte Zeit eingestellt wird, müssen viele Nationalteams und Stars wie Mikaela Shiffrin (USA) umplanen und nach neuen Trainingsgebieten suchen. 

Die deutsche Mannschaft um Kira Weidle und Thomas Dreßen ist von der Sperrung nicht mehr betroffen, sie reist am Freitag planmäßig aus Zermatt ab. Weitere Einheiten dort sind nicht vorgesehen, stattdessen geht es am 9. August für dreieinhalb Wochen in die Skigebiete in La Parva in Chile und Ushuaia in Argentinien. Dort herrschen derzeit gute Bedingungen.

Zermatt ist im Sommer eine der wichtigsten Anlaufstellen für die Skirennläufer. Die Bergbahnen vor Ort sehen sich nun aber zur Sperrung des Gletschers, der bis auf 3800 m geht, gezwungen. Am Montag war die Null-Grad-Grenze am Matterhorn auf über 5100 m gestiegen, durch die Wärme und den Schneemangel, Folge des vergangenen schneearmen Winters, liegen nun zahlreiche Gletscherspalten frei.

Die Schweizer Skirennläufer hatten ihr Training wegen der Bedingungen bereits abgebrochen. Wie Riesenslalom-Spezialist Justin Murisier Schweizer Medien berichtete, sei schon in der vergangenen Woche kein sinnvolles Training mehr möglich gewesen. Die Probleme am Gletscher erschwerten darüber hinaus das Anbringen von Sicherheitsvorkehrungen oder das Verankern der Lifte.

Im Schatten des Matterhorns sollen Anfang November erstmals jeweils zwei Abfahrtsrennen für Frauen und Männer hinunter ins italienische Cervinia ausgetragen werden. Die Rennpiste "Gran Becca" ist nach Angaben der Bergbahnen auf der Schweizer Seite bereits zur Hälfte präpariert.

Für Olympiasiegerin Shiffrin bedeutet die Sperrung zusätzlichen Ärger. Sie war erst am Montag mit Verspätung im Wallis angekommen, nachdem auf dem Flug aus den USA ihr Gepäck nicht an Bord gewesen war.

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