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Ersatz für den verletzten Alex Smith

Case Keenum zu den Washington Redskins: Ein gutes Geschäft?

  • Aktualisiert: 09.03.2019
  • 17:45 Uhr
  • ran.de / Andreas Reiners
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© imago/ZUMA Press
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Quarterback Case Keenum geht wohl von den Denver Broncos zu den Washington Redskins. Ein gutes Geschäft? ran.de nimmt den Deal unter die Lupe.

München/Denver – Case Keenum zieht weiter. Mal wieder. Der 31-Jährige macht sich also weiter auf die Suche nach dem dauerhaften Glück. Washington wird sein neues Zuhause, die Redskins der neue Arbeitgeber.

Und im Gepäck ist wieder die Hoffnung, dass es diesmal wirklich passt. So richtig. Und langfristig.

Denn für Keenum werden die Washington Redskins die fünfte Station in sieben Jahren sein. Die fünfte Franchise, seit er 2012 von den Houston Texans als Undrafted Free Agent verpflichtet wurde.

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Vor allem bei den Vikings erfolgreich

Wirklich sesshaft wurde er nirgendwo. Wirklich erfolgreich war er auch nur in Minnesota, wo er die Vikings 2017 über das legendäre "Minneapolis Miracle" gegen die New Orleans Saints bis ins NFC Championship Game führte. Dort war gegen den späteren Champion Philadelphia Eagles Schluss.

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Schluss war für Keenum aber auch bei den Vikings, er schloss sich 2018 den Denver Broncos an. 

Trotz eines Zweijahresvertrags aber wieder nur für eine Saison, denn 3890 Yards und 18 Touchdowns reichten bei einer enttäuschenden 6-10-Bilanz nicht, um den neuen Klub in die Playoffs zu führen. In der ESPN-Rangliste der schlechtesten Signal Caller 2018 nach dem Quarterback-Rating belegt der 31-Jährige Platz fünf. Keine Frage: Er hatte die hohen Erwartungen an ihn nicht erfüllen können.

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"Es war eine Ehre"

Die Broncos setzen nun lieber auf die Dienste von Joe Flacco. Keenum nahm es sportlich, er sagte zuletzt, dass er geschockt gewesen sei. Er meinte aber auch: "Für uns ist es ein weiteres Kapitel und weitere Möglichkeit in unserem Leben und wir werden damit umgehen. Meine Zeit bei den Broncos war wirklich speziell, und ich habe jede Sekunde genossen. Es war eine Ehre."

Und damit zieht er weiter. Kann er den Redskins denn überhaupt helfen?

Fakt ist: Der Trade, sofern er mit dem Start der neuen Saison am 13. März offiziell wird, ist kein Verzweiflungsakt, sondern tatsächlich ein gutes Geschäft für die drei beteiligten Parteien.

Broncos sparen

Die Broncos wollten Keenum keine Steine in den Weg legen, sie haben den Vertrag mit Keenum restrukturiert. Sie erhalten einen Sechstrundenpick für 2020, das Wichtigste aber: Hätten die Broncos ihn entlassen, hätten sie zehn Millionen Dollar an Dead Money hinnehmen müssen. Mit dem Trade sind es nur noch sieben Millionen. Wäre er geblieben, hätte er 18 Millionen Dollar des Cap Space blockiert.

Die Redskins bekommen neben einem Siebtrundenpick für 2020 einen erfahrenen Starter, der seine Qualitäten bereits unter Beweis gestellt hat. Kann er sie abrufen, ist er sportlich ein Gewinn. 

Und das dann für vergleichsweise günstige 3,5 Millionen Dollar. So viel vom Gehalt Keenums übernehmen die Redskins, die ihn vor allem als Übergangslösung sehen, ehe Alex Smith nach seinem Beinbruch - so die Hoffnung - 2020 zurückkehrt. Deshalb erhält Keenum wohl auch nur einen Jahresvertrag.

Und: Die Redskins sparen sich einen wertvollen Pick im kommenden Draft, der bei einem möglichen Trade von Josh Rosen von den Arizona Cardinals höchstwahrscheinlich fällig geworden wäre.

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Eine halbe Million mehr

Keenum macht nicht nur Kasse. Unter dem Strich erhält er durch die Restrukturierung seines Vertrags eine halbe Million Dollar mehr an garantiertem Salär als bei einer Entlassung, insgesamt immerhin 7,5 Millionen Dollar. So viel hätte er auf dem freien Markt wohl kaum bekommen.

Hinzu kommt: Er erhält in Washington eine realistische Chance auf den Starter-Job, er duelliert sich mit Colt McCoy. Auch hier wären die Möglichkeiten auf dem freien Markt sehr begrenzt gewesen, in Denver sowieso.

Win-Win-Win-Situation also. 

Vor allem Keenum kann sich 2019 mit starken Leistungen für 2020 empfehlen, wenn er dann Free Agent wird.

Selbst wenn er dann erneut weiterziehen müsste.

Andreas Reiners

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