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ran beantwortet die wichtigsten Fragen

"The Blind Side": Neue Entwicklungen im Streit zwischen Michael Oher und Familie

  • Aktualisiert: 18.08.2023
  • 12:47 Uhr
  • Kai Esser
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Die Geschichte, die im Oscar-prämierten Film "The Blind Side" erzählt wird, ist beinahe zu schön und zu kitschig, um wahr zu sein. Aktuell stellt sich die Frage: Ist sie denn überhaupt wahr? ran beantwortet die wichtigsten Fragen zur Fehde zwischen Michael Oher und seiner angeblichen Adoptivfamilie.

Von Kai Esser

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"Blind Side": Worum geht es überhaupt?

Der Film "Blind Side - Die große Chance" portraitiert das Leben von Michael Oher. Er wuchs in einem Heim auf, weil seiner Mutter wegen Drogenmissbrauchs das Sorgerecht entzogen wurde. Daraufhin wurde er von Familie Tuohy adoptiert und Oher schafft es schließlich in die NFL.

Nun erhob Oher jedoch Anklage gegen seine Familie. Demnach soll er von seiner "Familie" teilweise sogar betrogen worden sein.

"Blind Side": Was sind die Vorwürfe?

Oher hat eine 14-seitige Petition vor Gericht eingereicht, wie "ESPN" berichtet. Die Kurzform führt das Gute an der Story ad absurdum. Denn ein zentrales Element der Geschichte soll auf einer Lüge beruhen, so der Vorwurf.

Demnach wurde Oher, den die Tuohys als Highschool-Student bei sich aufnahmen, von der Familie nie adoptiert. Vielmehr sollen Sean und Leigh Anne Tuohy ihn mit einem Trick dazu gebracht haben, eine Vormundschaft zu unterschreiben.

Mit der Vormundschaft hatten sie angeblich eine Vollmacht, um Geschäfte für ihn zu tätigen, auch nach seinem 18. Lebensjahr. Außerdem, so die Klageschrift, soll er den 20th Century Fox Studios die Rechte an seiner Geschichte "ohne jegliche Bezahlung" überlassen haben.

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"Blind Side": Was sind Ohers Forderungen?

Oher beantragt sowohl die Beendigung der Vormundschaft als auch eine einstweilige Verfügung, die die Tuohys daran hindern soll, mit seinem Namen weiter Profit zu machen. Schadenersatz will der 37-Jährige ebenfalls.

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In einem Statement schreibt Oher: "Mit schwerem Herzen habe ich heute die Veröffentlichung der Anklage wahrgenommen. Das ist eine schwierige Zeit für meine Familie und mich. Ich bitte aktuell um Privatsphäre und lasse die Anklage für mich sprechen. Bis auf weiteres werde ich zu dem Thema keinen Kommentar mehr abgeben."

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"Blind Side": Was sagt Familie Tuohy zu den Vorwürfen?

Wie "ESPN" berichtet, haben die Tuohys in der Vergangenheit stets bestritten, viel Geld mit dem Film verdient zu haben. Was sie einnahmen, hätten sie angeblich mit Oher geteilt.

Das wiederholte Sean Tuohy nach dem Bekanntwerden der Klage am Dienstag. "Wir sind am Boden zerstört", sagte Tuohy dem "Daily Memphian". "Der Gedanke, dass wir mit einem unserer Kinder Geld verdienen würden, ist erschütternd. Aber wir werden Michael mit 37 genauso lieben, wie wir ihn mit 16 geliebt haben."

Später ließen sie auch ihren Anwalt sprechen: Als "aus der Luft gegriffen", "verletzend" und "absurd" bezeichnet die Familie die Vorwürfe ihres angeblichen Adoptivsohns.

"Es ist nicht der erste Versuch von Herrn Oher, diesen 'Spielzug zu laufen'", so Singer in Football-Sprache. "Aber vorherige Anwälte wollten ihn nicht mehr vertreten, als sie die Wahrheit erfuhren." Laut dem Rechtsbeistand werden die Tuohys alles tun, um "ihren Namen zu verteidigen."

"Blind Side": Gab es Kontakt zwischen beiden Parteien?

In einem Statement der Tuohys schoss der Anwalt zurück. So soll Oher die Familie bedroht haben, bevor er die Petition bei Gericht einreichte. Zudem soll er 15 Millionen Dollar gefordert haben, um von jener Petition abzusehen. Dieser Forderung kam die Familie nicht nach.

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"Blind Side": Geht die Familie auf Ohers weitere Forderungen ein?

Wie es scheint, gibt es neue Entwicklungen in der Causa Oher. Wie die Anwälte der Tuohys mitteilten, planen Sean und Leigh Anne Tuohy offenbar, die Vormundschaft für Oher zu beenden.

Die Vormundschaft besteht seit 2004, also wenige Monate nach Ohers 18. Geburtstag.

"Blind Side": Was hat Sandra Bullock mit dem Skandal zu tun?

Nun – eigentlich nichts. Sie hat in dem Film Leigh Anne Tuohy gespielt und für ihre Darbietung einen Oscar als beste Hauptdarstellerin erhalten. Den soll sie nun zurückgeben, fordert ein User bei X (ehemals Twitter). Denn Bullock wird nach dem Bekanntwerden der Klage in den sozialen Medien teilweise angegangen, sie hat einen Shitstorm kassiert. "Sandra Bullock hatte dafür nicht einmal den Oscar verdient, buchstäblich jede reifere weiße Frau hätte ihre Rolle spielen können“, schrieb ein User.

Quinton Aaron, der in "The Blinde Side“ Michael Oher spielte, unterstützt Bullock, die aktuell um ihren verstorbenen Lebensgefährten Bryan Randall trauert. "Das ergibt überhaupt keinen Sinn", sagte Aaron: "Sandra Bullock hatte nichts mit der wahren Geschichte zu tun." Sie habe eine "brillante Performance" abgeliefert, sagte er, "und das sollte nicht durch etwas getrübt werden, das nichts mit ihr zu tun hat".

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"Blind Side": Was sagt der Buch-Autor zum Zoff?

Nun äußerte sich auch der Autor des Buches Michael Lewis zur Kontroverse. Lewis war ein Kindheitsfreund von Sean Tuohy und scheint nicht alles zu glauben, was Oher behauptet. Gegenüber der "Washington Post" sagte Lewis, dass er und die Tuohy-Familie jeweils etwa 350.000 US-Dollar an dem Film verdient haben und er glaubt, dass die Tuohys Oher einen Anteil davon abgaben.

"Was mich wirklich traurig stimmt, ist, dass ich die ganze Sache aus nächster Nähe miterlebt habe", sagte Lewis. "Sie haben ihn mit Ressourcen und Liebe überschüttet. Dass er ihnen gegenüber misstrauisch ist, raubt mir den Atem. In welchem Geisteszustand man sich befinden muss, um so etwas zu tun. Er tut mir leid."

Das eigentliche Problem des Zoffs sieht Lewis bei der Filmindustrie in Hollywood, da diese lediglich einen geringen Betrag der rund 330 Millionen eingespielten US-Dollar an beide Parteien ausbezahlte.

"Jeder sollte wütend auf das Hollywood-Studio-System sein", sagte Lewis. "Oher sollte sich dem Streik der Drehbuchautoren anschließen. Es ist ungeheuerlich, wie die Buchhaltung in Hollywood funktioniert, aber das Geld ist nicht in den Taschen der Tuohys."

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"Blind Side": Wie geht es nun weiter?

Wie die Posse zwischen beiden Parteien weitergeht, ist völlig offen. Da der Super-Bowl-Champion Oher Anklage erhoben hat, muss sich ein Gericht damit befassen.

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