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MVP-Voting: Jurymitglied schimpft auf Aaron Rodgers - Packers-Quarterback kontert

  • Aktualisiert: 05.01.2022
  • 22:41 Uhr
  • ran.de
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© Getty Images
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Das MVP-Rennen verspricht in dieser Saison besondere Spannung. Beim Blick allein auf die Statistiken dürfte Aaron Rodgers erneut die Nase vorn haben. Doch ein Jurymitglied verkündet bereits, auch andere Maßstäbe anzusetzen - sehr zum Missfallen des Quarterbacks.

München - Aaron Rodgers könnte in diesem Jahr etwas gelingen, was Tom Brady noch nicht erreicht hat: seinen MVP-Titel zu verteidigen.

Nach der Auszeichnung in der vergangenen Saison steht der Quarterback der Green Bay Packers mit aktuell 35 Touchdown-Pässen bei vier Interceptions und 3977 Passing Yards erneut formidabel da und zählt zum Favoritenkreis. Wenn er nicht sogar Topfavorit ist.

Seine vierte Auszeichnung wäre also keine Überraschung. Doch seine Statistiken allein werden ihm möglicherweise nicht für den erneuten Triumph genügen. Denn mit seinen fragwürdigen Äußerungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie im Allgemeinen und den Impfungen gegen Covid im Besonderen hat sich der "Gunslinger" den Weg auf den Thron offenbar erschwert.

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"Rodgers war nicht so viel wertvoller als Brady"

Mit Herb "Hub" Arkush hat jedenfalls ein Mitglied der 50-köpfigen Jury der "Associated Press" bereits klar gemacht, dass der 38-Jährige von ihm keine Stimme erhalten wird. Der Herausgeber von "Chicago Football" machte seiner Wut im Radiosender "670 The Score" Luft.

"Du kannst nicht der größte Idiot der Liga sein, deinem Team, deiner Organisation und deinen Fans schaden wie er es getan hat und zum MVP gewählt werden", wetterte der 68-jährige Sportkommentator: "War er der wertvollste auf dem Feld? Ja, das Argument kann man anführen, aber er war nicht so viel wertvoller als Jonathan Taylor oder Cooper Kupp oder sogar Tom Brady."

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"Rodgers hat seinem Team auf dem Feld geschadet"

Er könne sich durchaus vorstellen, dass Rodgers erneut ausgezeichnet wird: "Viele Jurymitglieder wählen einen anderen Ansatz als ich, aber andere, mit denen ich gesprochen habe, sehen es genauso." Klar sei aber auch, dass niemand im Vorfeld verraten dürfe, für wen er stimme. Womöglich gehe er selbst schon zu weit, wenn er sage, wer seine Stimme nicht bekomme.

Es gelte allerdings, dass er bei seiner Wahl völlig frei sei. Demnach auch, welche Maßstäbe er anlege und worauf er besonders achte.

Nirgendwo stehe geschrieben, dass nur auf die Leistung auf dem Feld zurückgegriffen werden dürfe, "obwohl ich denke, dass er sein Team auf dem Feld mit seinem Verhalten abseits des Feldes geschadet hat. Sie werden so oder so den Number-1-Seed bekommen, aber was wäre, wenn am Ende das Chiefs-Spiel den Ausschlag geben würde, als er über seinen Impfstatus gelogen hat und sie unterlagen?" Hier spielt Arkush auf das 7:13 in Week 9 an.

"Rodgers ist ein schlechter Mensch"

Natürlich müsse er selbst damit leben als Journalist aus Chicago schlicht als "Packers-Hater" angesehen zu werden, doch: "Ich kann Ihnen garantieren, dass ich nicht der einzige sein werde, der nicht für ihn stimmt."

Für Arkush gilt: "Ich halte die Art und Weise seines Verhaltens für unangemessen. Ich denke, er ist ein schlechter Mensch und ich glaube nicht, dass ein schlechter Mensch gleichzeitig der wertvollste Mensch sein kann."

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Rodgers kontert

Rodgers konterte Arkush auf der Packers-PK am Mittwoch und bezeichnete den Journalisten als "Penner, asoluten Penner. Er kennt mich nicht. Ich kenne ihn nicht. Vermutlich kannte ihn niemand vor seinem gestrigen Kommentar."

Green Bays Quarterback findet, dass Arkush von der MVP-Abstimmung ausgeschlossen werden müsse, wenn er eine vorgefasste Meinung von ihm als Mensch habe.

"Sein Problem ist, dass ich nicht geimpft bin", so Rodgers - und schlug vor, den Titel in "Most Vaccinated Player" ("der geimpfteste Spieler") umzubennen, wenn der Impfstatus bei der Wahl eine Rolle spielen sollte.

Bereits bei seinem wöchentlichen Auftritt in der "Pat McAfee Show" hatte Rodgers angedeutet, dass ihm in diesem Jahr Stimmen entgehen könnten, weil so manches Jurymitglied ihm sein Verhalten hinsichtlich des Corona-Schutzes krumm nehmen könnte.

"Wir sollten das Pferd nicht von hinten aufzäumen", betonte der zehnmalige Pro Bowler. Also: Die gewohnte Abfolge sollte geachtet werden, die sportlichen Leistungen über allem stehen. Und nicht "bestimmte Zustände ins Spiel kommen".

Die MVP-Wahl wird diesmal also wohl zu einem Politikum. Und auch im Nachgang von vielen nicht-sportlichen Diskussionen begleitet.

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