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Boxer Baraou verpasst Titelvereinigung
Profiboxer Abass Baraou hat eine historische Titelvereinigung verpasst. Der Oberhausener unterlag in der Nacht zum Sonntag in Puerto Ricos Hauptstadt San Juan dem ungeschlagenen Lokalmatador und WBO-Weltmeister Xander Zayas nach Punkten und verlor dadurch seinen WM-Titel im Superweltergewicht nach Version der WBA.
Die Punktrichter waren sich nicht einig, zwei werteten den Kampf mit 116:112 für Zayas, einer sah Baraou mit derselben Punktzahl vorn. Damit verpasste Baraou die Chance, als erst dritter Deutscher nach Sven Ottke und Dariusz Michalczewski die Gürtel zweier großer Verbände gleichzeitig zu halten. Es war die zweite Niederlage im 19. Profikampf für den 31-Jährigen.
Nach EM-Gold und WM-Bronze im Amateurlager war Baraou 2018 zu den Profis gewechselt. Auch dort wurde er 2024 Europameister, im August des Vorjahres sicherte er sich den Titel des Interimsweltmeisters der WBA mit einem Punktsieg gegen den Kubaner Yoenis Tellez. Als Superstar Terence Crawford seinen WM-Titel wenig später niederlegte, wurde Baraou hochgestuft.