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Halbfinale am Samstag gegen Finnland

Bundestrainer Söderholm schwärmt von Noebels-Penalty: "Ein Tor, von dem man eine Briefmarke macht!"

  • Aktualisiert: 04.06.2021
  • 13:12 Uhr
  • SID
Article Image Media
© imago images/ActionPictures
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Mit dem Peter-Forsberg-Move im Penaltyschießen führt Marcel Noebels die DEB-Auswahl ins WM-Halbfinale. Dabei hatte Bundestrainer Toni Söderholm mit einem Einsatz des Torschützen zunächst gar nicht gerechnet.

Riga - Bundestrainer Toni Söderholm hätte gerne "eine Briefmarke" von dem Zaubertor, der "Einarmige" durfte sich nach seinem atemberaubenden Kunststück schon mal in Gold kleiden.

Marcel Noebels, der mit seinem spektakulären Penalty die deutschen Eishockey-Nationalspieler ins WM-Halbfinale geführt hatte, schlüpfte in der Kabine in die grell-glitzernde Jacke für den Helden des Tages.

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Ursprung des Tores bei Olympia 1994

"Das ist eine Geschichte, die schreibt nur der Sport", meinte Kapitän Moritz Müller nach dem dramatischen 3:2 im Penalty-Krimi gegen die Schweiz. Ausgerechnet Noebels, dessen Einsatz wegen einer Schulterverletzung auf der Kippe gestanden hatte, war der umjubelte Matchwinner - mit einem Treffer, der nicht nur Söderholm begeisterte.

"Das war ein Tor, von dem man eine Briefmarke macht", meinte der Finne - und erinnerte damit an den Ursprung dieses Penalty-Kunststücks, das als "der Forsberg" bekannt ist. Im Olympiafinale 1994 in Lillehammer hatte der damals 20-jährige Peter Forsberg auf diese Weise Schweden gegen Kanada zu Gold geschossen.

Als Erinnerung gab die schwedische Post später eine Briefmarke mit dem "einarmigen" Forsberg heraus, der seitdem von zahllosen Eishockey-Stars imitiert wurde.

Noebels Kopf war "aus"

Söderholm hatte Noebels aus einem ganz besonderen Grund als letzten Schützen ausgewählt: "Er war ein großer Teil für die Eisbären als Meister in diesem Jahr. Da weiß man, dass er mit sehr viel Selbstvertrauen spielt und in so einem wichtigen Moment ruhig bleiben kann."

Ganz so ruhig, wie er Söderholm erschien, war Noebels aber gar nicht. "Mein Herz ist einiges tiefer gerutscht", gab der 29-Jährige zu, "ich habe einfach den Kopf ausgeschaltet."

Geholfen habe, dass er "erst kurz vorher" erfahren habe, dass er schießen solle. Was folgte, machte Noebels auf der WM-Homepage zu dem "Mann, der nur eine Hand braucht".

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Trotz Verletzung durchgebissen

Nachdem er im letzten Vorrundenspiel gegen Lettland (2:1) verletzt ausgeschieden war, war lange unsicher, ob der Berliner überhaupt würde spielen können.

Der zweimalige Spieler des Jahres in der Deutschen Eishockey Liga (DEL), in der WM-Vorrunde mit drei Toren und vier Vorlagen deutscher Topscorer, gab erst am Morgen vor dem Spiel "ganz klar das Signal, dass er bereit ist", so Söderholm.

"Er hat sich einfach durchgebissen", meinte Kapitän Müller anerkennend, "dann belohnt er sich selber und uns - grandios."

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