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Eishockey-Helden warnen vor USA: "Übermächtiger Gegner"
Die Olympia-Medaillengewinner von 1976 und 2018 drücken den deutschen Eishockey-Stars gegen die USA die Daumen – sind sich aber auch der Schwere der Aufgabe bewusst. "Du spielst gegen die Amerikaner, ein übermächtiger Gegner. Aber das Spiel geht von vorne los. Wir werden den Puck nicht ins eigene Tor schießen. Man hat immer eine Chance. Aber es wird sehr schwer", sagte Alois Schloder dem SID.
Der frühere Kapitän der Nationalmannschaft gewann mit dem Team vor 50 Jahren in Innsbruck sensationell Bronze, damals schlug Deutschland die USA im entscheidenden Spiel mit 4:1. Die aktuelle Generation um NHL-Superstar Leon Draisaitl trifft am Sonntagabend (21.10 Uhr/ZDF und Eurosport) im dritten Olympia-Gruppenspiel in Mailand auf den amtierenden Weltmeister.
Auch Schloders ehemaliger Mitspieler Erich Kühnhackl machte Draisaitl und Co. im Rahmen des großen Klassentreffens der 1976er am Samstag in Landshut Mut: "Es ist natürlich ein sehr schweres Spiel. Ich glaube, durch die Tatsache, dass man bei so einem Turnier nicht jedes Mal gegen solche Top-Mannschaften spielt, ist man immer bereit, über 100 Prozent zu spielen. Von daher haben wir große Chancen."
Ex-NHL-Profi Christian Ehrhoff, der mit Deutschland 2018 in Pyeongchang Silber geholt hatte, bezeichnete Deutschland im Duell mit den USA als "krassen Außenseiter". Für ihn seien die zwei Top-Teams im Turnier Kanada und die USA: "Die sind von vorne bis hinten unglaublich stark besetzt. Da muss schon viel sehr gut laufen, um mit einem Sieg vom Eis zu gehen."
Nach dem 3:1-Sieg zum Auftakt gegen Dänemark kassierte Deutschland in der zweiten Partie ein 3:4 gegen Außenseiter Lettland. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass die Deutschen nach dem Abschluss der Vorrunde gegen die USA auf dem Weg ins Viertelfinale den Umweg über die Play-offs am Dienstag nehmen müssen. Nur die Erstplatzierten der drei Gruppen und der beste Zweite lösen das direkte Viertelfinal-Ticket.