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DFL Supercup am Samstag ab 19 Uhr live in SAT.1

FC Bayern München vor der neuen Saison - Julian Nagelsmann und die neuen Herausforderungen

  • Aktualisiert: 29.07.2022
  • 16:42 Uhr
  • ran / Tobias Wiltschek
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Mit dem DFL Supercup (Sa. ab 19 Uhr LIVE in SAT.1 und ran.de) bei RB Leipzig startet der FC Bayern in die Zeit nach Robert Lewandowski. ran zeigt auf, welche Herausforderungen Coach Julian Nagelsmann in der kommenden Saison meistern muss.

München - Beim FC Bayern München startet in dieser Saison eine neue Ära.

Der Supercup bei DFB-Pokalsieger RB Leipzig (Sa. ab 19 Uhr LIVE in SAT.1 und ran.de) ist die Partie eins nach Robert Lewandowski. Der Pole hat seit 2014 wie kaum ein anderer den FC Bayern geprägt.

Er hat nicht nur mit Abstand die meisten Tore aller Spieler in den letzten zehn Jahren erzielt. Er allein hat auch die taktische Herangehensweise der Mannschaft bestimmt.

Schon deshalb hat der Begriff des "neuen FC Bayern", den Trainer Julian Nagelsmann während der USA-Reise des Teams benutzt hatte, seine uneingeschränkte Berechtigung.

Diesen neuen FC Bayern zu erschaffen, sei eine Herausforderung, die er gerne angehe, meinte der Trainer. Denn: "Ich mag Herausforderungen."

ran zeigt, welche Baustellen der 35-Jährige in der kommenden Saison angehen muss.

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Wer schießt die Lewandowski-Tore?

Zentral wird die Beantwortung dieser Frage sein. Schließlich hat Lewandowski allein in den letzten drei Bundesliga-Spielzeiten insgesamt 110 Tore erzielt – mehr als ein Drittel aller Bayern-Tore.

"Wir werden weiterhin sehr gefährlich sein", verspricht Nagelsmann und meint damit natürlich vor allem Neuzugang Sadio Mane. Mit Serge Gnabry, Thomas Müller, Kingsley Coman und Leroy Sane verfügen die Bayern auch über weitere offensive Spieler mit Torgefahr.

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Doch es wird seine Zeit brauchen, bis sich die Automatismen im Bayern-Sturm an die neue Situation angepasst haben. Nagelsmann steht dabei gleich vor zwei Problemen: Es gibt nicht mehr die eine zielführende Anspielstation Lewandowski, und Mane muss sich erst an die Laufwege seiner neuen Kollegen gewöhnen – und umgekehrt.

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Welche taktischen Varianten haben die Bayern im Angriff?

Ohne Lewandowski wird sich zwangsläufig die Statik des Angriffsspiels bei den Bayern verändern. Eine Möglichkeit sei, "mit zwei Stürmern zu spielen", sagte Nagelsmann.

Im ersten US-Testspiel gegen D.C. United ließ er Mane und Gnabry in einem Zweiersturm spielen. Das funktionierte schon recht ordentlich. Der Senegalese legte das zwischenzeitliche 3:0 von Gnabry auf.

Ja, es war nur ein Testspiel gegen einen international zweitklassigen Gegner. Aber diese Variante wäre sicherlich eine Option für die Saison.

Sollte sich Nagelsmann doch für einen Ein-Mann-Sturm entscheiden, wäre Gnabry zumindest eine denkbare Personalie. Unter Ex-Bundestrainer Joachim Löw gab er mehrmals die alleinige Sturmspitze und fühlte sich in dieser Rolle sehr wohl.

Dahinter würden dann wohl Mane, Thomas Müller und Kingsley Coman wirbeln. Was zur nächsten Herausforderung für den Trainer führt.  

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Was macht Nagelsmann mit Sane?

Mit Sane war der Coach schon in der vergangenen Saison nicht immer zufrieden. In der Rückrunde gestand er sogar eine gewisse Verzweiflung in seinem Bemühen, den pfeilschnellen Flügelspieler in Form zu bringen. "Ich kann nicht sagen, warum er nicht immer an seine Leistungsgrenze kommt", grübelte Nagelsmann damals.

Aussicht auf Besserung besteht auch hinsichtlich der neuen Saison nicht wirklich. In der Vorbereitung in den USA konnte sich der 26-Jährige nicht nachhaltig empfehlen, spielte auch gegen seinen Ex-Klub Manchester City schwach.

Auf welcher Position spielt Gravenberch?

Zu den Gewinnern der Vorbereitung gehört bislang Neuzugang Ryan Gravenberch. In den beiden Testspielen wurde der Niederländer zwar erst jeweils nach der Halbzeit eingewechselt, zeigte da aber sofort seine Klasse.

"Beeindruckend, dass er in seinem Alter schon auf einem so hohen Niveau ist. Er wird uns sehr weiterhelfen", lobte ihn Joshua Kimmich bereits in den höchsten Tönen. Die Frage ist nur, auf welcher Position der 20-Jährige langfristig eingesetzt werden kann.

Noch wird er als Ersatz des am Knie operierten Leon Goretzka im defensiven Mittelfeld favorisiert. Doch was macht Nagelsmann, wenn Goretzka wieder fit und das gesetzte Abräumer-Duo Kimmich-Goretzka wieder komplett ist?

Gravenberch müsste dann entweder auf die Ersatzbank oder auf seine angestammte Position in der Mittelfeldzentrale ausweichen. Das Problem: Diese Position gibt es bislang im Spiel der Bayern nicht. Am ehesten wäre sie noch zu vergleichen mit der von Müller. Doch ob Nagelsmann den Ur-Bayern und Publikumsliebling für einen Neuzugang opfert? Eine von vielen spannenden Fragen.

Wer ist in der Abwehr gesetzt?

Auch die neue Defensive wirft Fragen auf. Egal, ob Nagelsmann mit Dreierkette oder Viererkette hinten spielt, dürfte 70-Millionen-Euro-Mann Matthijs de Ligt gesetzt sein. Schließlich war der Niederländer Nagelsmanns Wunschspieler.

Da auch Lucas Hernandez – mit 80 Millionen immerhin noch Bayerns Rekordeinkauf – zurecht Ansprüche auf einen Platz in der Innenverteidigung erhebt, dürfte es zumindest in einer Viererkette für Dayot Upamecano schwer werden.

Der hat mit 42,5 Millionen zwar auch ein ordentliches Sümmchen gekostet, leistete sich in seiner Premieren-Saison bei den Bayern aber auch den einen oder anderen Patzer.

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Was wird aus Pavard?

Rechtsverteidiger Nossair Mazraoui wurde ursprünglich auch geholt, um mit Weltmeister Benjamin Pavard eine zusätzliche Option für die Innenverteidigung zu haben.

Doch mit dem Einkauf von de Ligt, hängt der Franzose nun zwischen allen Stühlen. In der Innenverteidigung besteht nun doch kein Bedarf mehr, und auf der rechten Seite haben ihm die Bayern Mazraoui vor die Nase gesetzt.

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Logisch, dass in letzter Zeit immer häufiger über Pavards Abgang spekuliert wird. Dem Vernehmen nach wären die Münchner bei einem entsprechenden Angebot nicht abgeneigt, den 26-Jährigen zu verkaufen.

Dann hätte Nagelsmann wenigstens ein Problem weniger. Doch viele andere Herausforderungen bleiben ...

Tobias Wiltschek

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