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RB-Chef Mintzlaff: "Gehen davon aus, dass wir die Saison zu Ende bringen"

  • Aktualisiert: 03.05.2020
  • 09:06 Uhr
  • SID
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© POOLPOOLSIDARNE DEDERT
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Geschäftsführer Oliver Mintzlaff von RB Leipzig ist der festen Überzeugung, dass die wegen der Coronakrise unterbrochene Saison zu Ende gespielt wird.

Köln - Geschäftsführer Oliver Mintzlaff vom Fußball-Bundesligisten RB Leipzig ist der festen Überzeugung, dass die wegen der Coronakrise unterbrochene Saison zu Ende gespielt wird. "Wir orientieren uns derzeit am Best-case-Szenario in all den Worst-case-Szenarien: Das heißt, wir gehen davon aus, dass wir die Saison zu Ende bringen", sagte der 44-Jährige im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS).

Zudem glaube er, dass die erste Hälfte der kommenden Saison weiter ohne Zuschauer gespielt werde. Mintzlaff hat zur weiteren Planung das gesamte Management-Team im Sport und auf der Geschäftsstelle in Leipzig zusammengerufen und das finanzielle Risiko aufgezeigt, das dem Klub drohe. 

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"Unterschied ob Teilnehmer der Champions League oder Europa League"

"Wir haben uns gefragt, wie wir es minimieren können und haben dazu Szenarien entwickelt", so Mintzlaff: "Dazu haben wir sportliche Annahmen getroffen, unter anderem, dass wir uns wieder für die Champions League qualifizieren." Es mache einen riesigen Unterschied, ob man die Saison 2020/21 als Teilnehmer der Champions League oder der Europa League angeht, betonte Mintzlaff weiter. 

"Mit diesen Parametern haben wir dann unsere Finanzlücke definiert ? und diese 'Gap' reduzieren wir in allen Bereichen, damit wir bis Ende des Jahres nicht noch stärker von unserem ursprünglichen Budgetplan abweichen", sagte Mintzlaff, der insgesamt dramatische und weitreichende Folgen aufgrund der Corona-Pandemie erwartet: "Wenn wir in eine Phase der tiefen Rezession geraten, dann kommt irgendwann bei vielen auch die Depression. Es wird dann viele Menschen geben, die keinen Job mehr haben, deren Lebensträume zerplatzt sind und die keine Zukunft mehr für sich sehen - und die davon seelisch krank werden."

"Umfassender, ganzheitlicher Blick auf diese Krise notwendig"

Er fürchte, dass die Dimensionen so groß werden könnten, "wie sie heute vielen Menschen noch gar nicht klar sind. Ich weiß, dass man aufpassen muss, wenn man solche Szenarien beschreibt im Angesicht einer Pandemie. Aber ich bin überzeugt, dass ein umfassender, ganzheitlicher Blick auf diese Krise notwendig ist."

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