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Fußball

Champions League: Schlaglichter zum wilden Liga-Finale

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© AFP/SID/PATRICIA DE MELO MOREIRA

Souveräne Favoriten, wilde Schlussphasen - und ein Torwarttor mitten ins Herz des Rekordchampions: Zum Abschluss der Ligaphase hatte die Champions League am großen Parallel-Spieltag wieder einige Geschichten zu bieten. Der SID gibt einen Überblick.

TRAUM-COMEBACK

Kai Havertz brauchte nur 100 Sekunden, um sich nach langer Leidenszeit zurück in die Herzen der Gunners zu spielen. Ein Steilpass vor dem schnellen 1:0, ein Solo vor dem 2:0 und eine maßgenaue Hereingabe vor dem 3:0 – bei seinem Startelf-Comeback nach 357 Tagen war der deutsche Nationalspieler der Star des Abends beim 3:2-Sieg des FC Arsenal über Qairat Almaty. Trainer Mikel Arteta adelte ihn daraufhin als "unglaublich". "Dass ein Spieler, der so lange gefehlt hat, mit dieser Klarheit, dieser Energie und dieser Effizienz auftritt - sehr beeindruckend. Er ist ein Spieler, der uns deutlich, deutlich besser macht." Die Londoner beendeten die Ligaphase mit acht Siegen aus acht Spielen makellos und sind möglicher Achtelfinal-Gegner von Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen.

RAKETENSTART

Vier Tore, ein Abseitstreffer, ein verschossener Elfmeter, der FC Barcelona in Rückstand - und das alles in den ersten fünf Minuten. Die große Konferenz mit 18 Spielen parallel hatte am Mittwochabend überhaupt keine Anlaufschwierigkeiten. Den Auftakt machten Havertz und Arsenal - das einzige Spiel, in dem es zwischen dem Spitzenreiter und dem Tabellenschlusslicht um nichts mehr ging. Insgesamt fielen in 90 Minuten 61 Tore. An die Premiere aus dem Vorjahr (64 Treffer) kam dieser 28. Januar aber nicht heran.

REKORDTREFFER

Kylian Mbappé stellte mit seinem Doppelpack bei Benfica Lissabon auf überragende 13 Tore in der Vorrunde und übertrumpfte damit den Rekord seines Idols Cristiano Ronaldo, der in der Saison 2015/16 in dieser Wettbewerbsphase elfmal getroffen hatte. Das Spiel verlor Real Madrid dennoch 2:4, rutschte von Platz drei noch auf Rang neun ab - und muss den Umweg über die Play-offs nehmen. Von einem "Totalschaden in Lissabon" schrieb AS, das Hausblatt Marca gar von einer "schwarzen Nacht".

ZWEI GEFÜHLSWELTEN

Während die Real-Stars und die spanische Presse fassungslos waren, herrschte auf der anderen Seite Ekstase. Ausgerechnet der ukrainische Torhüter Anatolij Trubin köpfte Benfica um Startrainer José Mourinho mit der letzten Aktion in der 98. Minute in die Zwischenrunde. Zu diesem Zeitpunkt waren alle anderen Spiele bereits beendet, doch keine der beiden Mannschaften wusste in der Schlussphase genau um ihre tabellarische Situation: "Ich hatte keine Ahnung, ob das 3:2 reichen würde", sagte Mourinho nach dem Spiel. Kurios: In den Play-offs könnten Real und Benfica am 17./18. sowie 24./25. Februar erneut aufeinandertreffen, der andere mögliche Real-Gegner bei der Auslosung am Freitag lautet FK Bodö/Glimt.

ÜBERRASCHUNG

Das Team vom nördlichen Polarkreis aus Norwegen sorgte für eine der größten Überraschungen des Abends. Bodö gewann bei Atlético Madrid 2:1, der Siegtreffer in der 59. Minute war mehr Flipper als Fußball. Am wenigsten hatten mit dem Sieg scheinbar die eigenen Spieler gerechnet: Bodö/Glimts Torschütze Fredrik Sjövold hatte bereits einen Urlaub auf Gran Canaria gebucht. Dieser wird nun abgesagt: "Daraus wird jetzt nichts. Ich muss alles stornieren. Ich hatte keinen riesigen Glauben daran, aber das zeigt, was wir gemeinsam erreichen können."

UND DIE DEUTSCHEN STARS?

Jamal Musiala traf beim 2:1 des FC Bayern bei der PSV Eindhoven ebenso wie Havertz bei seinem Startelf-Comeback, auch Florian Wirtz durfte beim 6:0 des FC Liverpool gegen Qarabag Agdam seinen ersten Champions-League-Treffer in dieser Saison bejubeln. Nick Woltemade und Malik Thiaw standen bei Newcastle United in der Startelf, müssen nach dem 1:1 bei Titelverteidiger Paris Saint-Germain aber ebenso den Umweg über die Play-offs nehmen wie Leroy Sané und Ilkay Gündogan, die mit Galatasaray 0:2 gegen ihren Ex-Klub Manchester City verloren. Direkt für das Achtelfinale qualifiziert ist Trainer Hansi Flick mit Barcelona nach dem 4:1 gegen den FC Kopenhagen.

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