Fußball
VfB-Trainer Hoeneß: "Habe keinen Tabellenrechner bedient"
Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß hat vor dem Abschluss der Ligaphase in der Europa League keine Lust auf Rechenspiele. "Ich habe tatsächlich keine Sekunde irgendeinen Tabellenrechner bedient oder andere Paarungen angeschaut. Das interessiert mich wirklich nicht, weil es leider nicht mehr in unserer Hand liegt.", sagte Hoeneß vor der Partie am Donnerstag (21.00 Uhr/RTL) gegen Young Boys Bern.
Die Chancen des VfB auf die direkte Qualifikation für das Achtelfinale sind nur noch gering, nachdem die Schwaben vergangene Woche bei der AS Rom trotz zahlreicher hochkarätiger Chancen die dritte Niederlage der laufenden Europapokal-Saison kassiert hatten. Dadurch ist der Umweg über die Playoffs nun wahrscheinlich. Die Stuttgarter haben aktuell als Tabellen-13. zwölf Punkte auf dem Konto. Sie müssen selbst bei einem Sieg gegen Bern auf die Patzer mehrerer Konkurrenten hoffen.
"Das Einzige, was in unserer Hand liegt, ist, dass wir mit einer weißen Weste durch die Heimspiele kommen wollen. Dann schauen wir mal, wo wir stehen", sagte Hoeneß. Gegen die Schweizer hoffe er deshalb, "dass wir unsere Effizienz erhöhen. Die haben wir in Europa vermissen lassen."
Der VfB kann gegen Bern auf Ramon Hendriks zurückgreifen, der sich am Sonntag beim Spiel bei Borussia Mönchengladbach (3:0) die Nase gebrochen hat. Der Abwehrspieler muss laut Hoeneß nicht operiert werden und wird rund sechs Wochen mit einer Maske spielen.
Der 17-malige Schweizer Meister Bern, der vergangenen Saison in der Champions 1:5 beim VfB unterlag, liegt in der Ligaphase mit neun Punkten auf Rang 23. Das Team des früheren Bundesliga-Trainers Gerardo Seoane befindet sich allerdings im Tief: Die Young Boys verloren in der Schweizer Super League zuletzt viermal in Folge - das hatte es in der Historie des Klubs noch nie gegeben. Hoeneß warnte dennoch: "Wir dürfen nicht denken, dass wir einen einfachen Gegner haben. Wir sind gut beraten, voll fokussiert ins Spiel zu gehen."